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web-blog.netUsability Inside.

Diverses

14.03.2004

Meet mich nächste week

Oder: Die Sprache seines Nächsten sprechen

Berlin, Schönhauser Allee, Balzac Coffee, direkt neben mir:

Sie: »Wann kann ich Sie wieder mieten?«
Er: »Entschuldigung: mich mieten
Sie: »Nein, meeten – treffen, zusammen setzen, bei einem Drink über die Story reden.«
Er (ironisch): »Ach so – damit wir uns besser committen können, right?«
Sie (regungslos): »Genau. Ich kann Ihnen next week zwei Termine anbieten. Was halten Sie von...«

Ob die miteinander ins Geschäft kommen? Selbst auf der CeBIT redet man seit Jahren nicht mehr so. Nach Berlin-Mitte scheint jetzt auch der Prenzlberg immer stilloser zu werden. Dass sie »Termine« statt »Dates« gesagt hat, finde ich ja noch immer unfassbar.

Marcus Völkel | 14.03.04 | Diverses | Trackbacks: 1 |

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04.11.2003

Nonsance Marketing

Arbeitskreis Performance Marketing gegründet

Im HCI-Bereich gibt es Wörter und Begriffe, da kann man nur noch mit dem Kopf schütteln. Auch im Marketing greift die Verballhornung der Sprache um sich. Marketing muss überraschen. Mit spritzigen Ideen. Mit immer mal was Neuem. Mit noch nie Dagewesenem, Umwerfendem, Überwältigendem, Atemberaubendem. Aber: Marketing wird totgesagt. New-Media-Marketing, Direct Marketing, One-to-one-Marketing, Event-Marketing, Dialog-Marketing – das alles will keiner mehr hören.

Neue Lösungen braucht das Land. Eine ist deshalb gerade eben reingekommen. Düsseldorf, 4. November, 18 Uhr 10: Der Deutsche Multimedia Verband dmmv, Lieblingsverein der Marketing- und Medienbranchen, gründet den Arbeitskreis Performance Marketing. Das ist neu, dynamisch, inspirierend, es geht wieder mal um was.

Pruuust! Zitat: »Der Arbeitskreis wird künftig alle Themen bearbeiten, die sich um leistungsorientierte Marketinginstrumente drehen. [...] Als wichtigstes Ziel wurde dabei vor allem die Positionierung und Transparenz von Performance Marketing im Marketing-Mix sowie in der Wahrnehmung der Marketingentscheider festgelegt.« Verzeihung, lieber dmmv, aber haben wir das nicht alle schonmal irgendwo gelesen und gehört?

Und weiter: »Unter Performance Marketing werden dabei alle Marketinginstrumente auf digitalen Medien verstanden, die auf eine direkt messbare Aktion des Nutzers abzielen«, so der ansonsten von mir sehr geschätzte Arbeitskreis-Leiter Alexander Holl (Marketing Director Overture Services).

Werden hier nicht alte Botschaften neu verpackt? Hurra! Es lebe das Performance Marketing! Aber mal im Ernst, Leute: Glaubt ihr tatsächlich, dass clevere Klienten heute noch auf sowas reinfallen? Nach Efficiency Marketing, Relevance Marketing (Argonauten 360°: »Alles, was relevant für unsere Kunden ist.«), Freelance Marketing, Performance Marketing – wie wäre es endlich mal mit etwas Bodenständigem, grundauf Ehrlichem und Einfachem... ich hätte hier noch Balance Marketing anzubieten, Competance Marketing, Sundance Marketing, True Romance Marketing... oder wie wär's schlicht und simpel mit Nonsance Marketing? Ach so, das versteht dann vielleicht keiner. Na dann ;-)

Marcus Völkel | 04.11.03 | Diverses | Trackbacks: 0 |

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24.10.2003

Pixelpark verkauft Hardware

First come, first serve

Wer auf sein Apple-Cinema-Display nicht bis Weihnachten warten mag, einen 19-Zoll-Formac-Monitor für unter 100 Euro erwerben möchte oder einfach nur heiß auf günstige Gebrauchtschnäppchen ist (Sony Vaio ab 298 Euro, Power Mac G4 ab 445 Euro, Lintec PIII ab 153 Euro, Drucker ab 30 Euro), der wird vielleicht im Pixelpark-Hardware-Second-Hand-Ausverkauf fündig: An die 300 Geräte finden sich auf der Preisliste (Excel, 76 kb, Stand 23.10.2003), mit Angaben zur Erstnutzung bzw. Rechnungsdatum und Preisen inklusive Mehrwertsteuer.

Gerätewünsche sollten auf Susan Plaumanns Wunsch bitte nur per E-Mail an plaumann(at)pixelpark.com mit der dazugehörigen Inventarnummer angegeben werden. Dabei gilt das Prinzip »first come, first serve«. Auch Reservierungen sind möglich; diese gelten jedoch nur bis zum 3. November.

Weiterlesen: Pixelpark verkauft Hardware.

Marcus Völkel | 24.10.03 | Diverses | Trackbacks: 0 |

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13.10.2003

Cuisine créatif

Schöner kochen, besser leben

Man soll dem Leib etwas Gutes bieten, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen. (Winston Churchill)

Mal völlig off-topic: Wenn man so ausgelastet ist, dass man kaum noch Zeit für's Bloggen, sich selbst und seine Freunde findet, sollte man in dieser knapp bemessenen freien Zeit wenigstens gut und sinnlich leben. Aber auch die wirklich guten Restaurants werden immer weniger, oder die Qualität lässt nach, oder die Kellner sind zu hektisch oder zu lästig oder zu kumpelhaft, weil man sich zu häufig sehen lässt.

Da ist es schön, wenn man viele Gleichgesinnte im Netz entdeckt, die am liebsten selbst Kreiertes genießen. Letzten Endes geht doch nichts über eine feine Küche, ein eigens gekochtes Essen und begeisterte, inspirierte Gäste. Wer auch so gerne kocht und isst wie ich, der freut sich eventuell über meine folgenden Link-Empfehlungen (und hinterlässt vielleicht weitere in den Kommentaren). Bon appétit – guten Appetit – Itadakimasu!

Weiterlesen: Cuisine créatif.

Marcus Völkel | 13.10.03 | Diverses | Trackbacks: 0 |

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27.09.2003

Software-Patente?

Demnächst auch hinter Ihrer Haustür.

Wissen, Information und Software sind das virtuelle Öl des 21. Jahrhunderts – dafür darf es keine Monopole geben. (Oliver Moldenhauer)

Dass Urheberrechte geschützt werden müssen, ist eine Notwendigkeit: Hier handelt es sich um etwas Geschaffenes, Vollendetes. Bald könnten Programmierer oder Autoren oder Designer gerichtlich belangt werden, weil sie etwas schaffen und vollenden. Nämlich dann, wenn allein die Idee dahinter schon patentiert worden ist.

»Hätte Haydn "eine Symphonie, dadurch gekennzeichnet, dass Klang [in erweiterter Sonatenform] erzeugt wird" patentiert, wäre Mozart in Schwierigkeiten gekommen.

Anders als das Urheberrecht können Patente eigenständige Schöpfungen blockieren. Softwarepatente können das Software-Urheberrecht aushebeln. Ein urheberrechtlich geschütztes Werk kann von Hunderten von Patenten belegt sein, von denen der Autor nichts weiß, für deren Verletzung er aber belangt werden kann. Manche Patente können unter Umständen nicht umgangen werden, weil sie sehr breit oder Teil eines Kommunikationsstandards sind.« (aus: FFII, Logikpatente in Europa)

Im Europäischen Patentübereinkommen steht zwar klar geschrieben, dass es keinen Alleinanspruch auf Ideen, Verfahrensweisen und Methoden geben kann (siehe unten, Artikel 52 EPÜ). Aber.

Mehr als 30.000 europäische Patente sind in den vergangenen Jahren auf Software-Ideen erteilt worden. Nichtsahnend, gedankenlos bedienen wir uns dieser Ideen tagein, tagaus: Scrollbalken, Hyperlinks, Navigationsmenüs, Geschäftsmodelle, Verfahren... Weil das ein Widerspruch ist, soll sich das ändern. Bald. Per Gesetz.

Software-Patente gehen uns eine Menge an. Bitte informiert euch. Und andere. Und unterzeichnet die Eurolinux-Petition für ein softwarepatentfreies Europa. ...

Weiterlesen: Software-Patente?.

Marcus Völkel | 27.09.03 | Diverses | Trackbacks: 0 |

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01.08.2003

Word HTML

Kann Word eigentlich überhaupt etwas?

Gerade per E-Mail reingekommen: kleine ordinäre Tabelle in HTML zur Veröffentlichung auf einer Website. Die Tabelle hat nur fünf Spalten und 25 Reihen schwarz auf weiß. Beim Upload gewundert, warum die Datei so groß ist. In den Sourcecode geschaut. Aus dem Staunen nicht mehr rausgekommen: 36 (!) Bildschirmseiten Quelltext. Das kommt davon, wenn man in Microsoft Word eine Tabelle anlegt und sie anschließend als HTML abspeichert. Die Datei in Dreamweaver MX von Word-HTML säubern lassen:

The first Microsoft product that doesn't suck will be a vacuum cleaner.

Marcus Völkel | 01.08.03 | Diverses | Trackbacks: 0 |

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31.07.2003

Dein T? Mein T? Free T!

T ist für uns alle da! Team-Konzept vs. Telekom

Bitte lesen: E-Mail von Team-Konzept zum Launch von free-t.de und zur Klage der Deutschen Telekom. Verlinken. Kopieren. Weiterleiten. Whatever.

T-Party Banner

»Liebe Freunde, Partner und Kollegen von Team-Konzept,
wie einige aus der Presse vielleicht schon entnommen haben, sieht sich Team-Konzept mit einer Klage der Deutschen Telekom AG konfrontiert, die darauf abzielt, unser Logo, die T-Taste zu verbieten. Insgesamt scheint es das Ziel der Klägerin zu sein, den Buchstaben T im gewerblichen Gebrauch ausschließlich für die Telekom zu sichern. Dabei greift die Telekom mit einem Streitwert von 500.000 Euro gleich zum Holzhammer, der einem kleinen Unternehmen allein durch die entstehenden Prozesskosten eigentlich schon die Möglichkeit nimmt, sein Recht vor Gericht durchzusetzen.

Dem wollen wir uns trotzdem nicht beugen und haben uns deshalb, auch im Interesse der anderen gewerblichen T-User, auf einen Rechtsstreit eingelassen. Unser Ziel ist es, die Telekom von ihrem wahnwitzigen Vorhaben abzubringen – sei es durch Zurücknahme der Klage oder durch Verlust des Prozesses.

Weiterlesen: Dein T? Mein T? Free T!.

Marcus Völkel | 31.07.03 | Diverses | Trackbacks: 1 |

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29.07.2003

Flash Mobs

Da brodelt was...

Geradezu erregend inflationäre Zunahme des Begriffs Flash Mob in renommierten Nachrichtenmagazinen, beliebten Suchmaschinen und Weblogs Ihres Vertrauens zu beobachten. Intelligente Pöbelei? Crowd-Performance? The big test? Die Aufmerksamkeit wird immer stärker. Und nicht vergessen: There is no Flash Mob. Demnächst auch in Ihrem Ballungsgebiet.

Marcus Völkel | 29.07.03 | Diverses | Trackbacks: 1 |

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23.07.2003

4050 Minuten Design

Boxhorn führte 45 anderthalbstündige Interviews mit Designern aus zehn Städten

Im 10. Boxhorn-Magazin des Fachbereichs Design der FH Aachen finden sich unter anderem 45 Interviews mit Designern aus zehn Städten. Designer aus großen und kleinen Agenturen beantworten die Fragen der Boxhorn-Redaktion rund um die Themen Ausbildung, Studium, Berufsalltag und Zukunft der Designberufe. Nicht nur für Studenten spannend.
[ via Oliver Wrede ]

Marcus Völkel | 23.07.03 | Diverses | Trackbacks: 0 |

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08.07.2003

Akademie für Publizistik mit Ethikrat

Zum journalistischen Beruf gehören moralische Zweifel

Die Hamburger Akademie für Publizistik e.V. hat auf ihrer Website einen Ethikrat ins Leben gerufen. Journalisten können bei moralischen Zweifeln oder ethischen Bedenken um Rat fragen; einmal monatlich werden die Antworten des Ethikrats veröffentlicht. Mitglieder des Ehtikrats sind unter anderem so illustre Personen wie die Justiziarin vom Spiegel, Dorothee Bölke, Dr. Bernhard Debatin, Professor für Publizistik an der Scripps School of Journalism in den USA, und Dr. Heribert Prantl, Leiter des Ressorts Innenpolitik der Süddeutschen Zeitung.

Da sieht man übrigens mal wieder, unter welchen Umständen Blocksatz überhaupt rein gar nicht für den Einsatz im Web geeignet ist. Hauptsache, das CMS funktioniert. Aber: Lesen kann man sowas nicht.

Marcus Völkel | 08.07.03 | Diverses | Trackbacks: 0 |

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Mir geht's Berlin?!

Reinhard Siemes schreibt über die "Stadt der Liegenden"

Mir gehts Berlin»Das Plakat ist weder Werbung noch Anzüglichkeit. Sondern bestes Weddinger Kabarett. Schon das Sätzchen Mir geht's Berlin: ein absoluter Brüller. Da stelle ich mir unweigerlich einen Touristen aus Hamburg vor, der neben der Liegenden genächtigt hat und beim Aufstehen über das Brandenburger Tor gestolpert ist, wahlweise über den Bären. Jetzt liegt er mit gebrochenem Knöchel in der Charité, der Chefarzt fragt bei der morgendlichen Visite Wie geht es uns denn heute? – Mir geht's Berlin, antwortet der. Und das Stethoskop kriegt vor Lachen einen Darmverschluss.«

Werber-Urgestein Grandmaster Text Reinhard Siemes im Tagesspiegel über Hauptstadt-Werbung und den neuen Claim der Agentur »Die Brandenburgs«: Mir geht's Berlin. Jetzt lesen!

Marcus Völkel | 08.07.03 | Diverses | Trackbacks: 0 |

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04.07.2003

Schwobifying mid Abacho

Die Muldifunkzionssuchmaschine schbrichd jedzd mehrere Schbrachen

Die PR-Abdeilung vo Abacho.de benedrierd joo nichd nur in ledzder Zeid mid überflüssige Pressemiddeilunge à la bei uns kann man viel gewinne und oi Übersedzungsmaschine hend wir jedzd auch. Heide hedd's mir nun gereichd und ich hend dadsächlich auf de Link gekliggd. Und siehe da: Abacho.de übersedzd jedzd au ins Schwäbische. Das isdchd mir jedzd de Link doch werd.

Abacho Schwobifying – jedzd au in Ihrer vernachlässigde Suchmaschine.

Marcus Völkel | 04.07.03 | Diverses | Trackbacks: 0 |

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