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web-blog.netUsability Inside.

Daily Error

13.03.2004

OLG München: Best Practice

Impressumspflicht/Anbieterkennzeichnung unübersehbar

Silke Schümann misst in einem schönen Beitrag das OLG München mit eigenem Maß. Und stellt dabei fest, dass das Navigationsmenü (in Form von Sascha Normanns Freeware-Javascript »JS-Tree«) bei ausgeschaltetem Javascript verschwindet. Und somit auch der Link zum Impressum. Zehn Bildschirmseiten schließlich musste Silke scrollen, um an die Anbieterkennzeichnung zu gelangen.

Auf den darin implizierten Vorwurf hat man offenbar reagiert. Man ist sich wohl darüber bewusst, dass man innerhalb kürzester Zeit zwei gegensätzliche Urteile verkündet hat, was die Bereitstellung des Web-Impressums betrifft (zwei Klicks sind okay vs. Link muss einfach erreichbar sein). Dementsprechend gibt es nun auch zwei Versionen der Website im Netz.

OLG München
Damit das Impressum jetzt auch jeder findet...

Die eine ist zu finden, indem man sie mit Safari besucht: Dort sieht man nur noch den Kopfframe mit dem Titel »Oberlandesgericht München« über einer völlig leeren, weißen Seite. Die andere präsentiert nun, jegliche Design-/Gestalt-/Wahrnehmungs- und anderen ästhetischen Gesetze sprengend, dick und fett und unübersehbar den Direktlink zum Impressum. Das ham's aber fein gemacht, liebes Münchner Oberlandesgericht. Hätte mich ja jetzt aufrichtig gefreut, wenn der Link noch singen, tanzen, springen würde. Mit FrontPage 4.0 geht auch das ganz leicht.

PS: Man erkennt ja Ihre positive Absicht, liebes OLG: Sie möchten sicherstellen, dass alle Benutzer den Link finden können. Ja, das geht! Aber so?

PPS: Bevor jetzt alle die Links zu ihrem Impressum ändern, empfehle ich zunächst einen kritisch prüfenden Blick mit dem neuen Juristen-Monitor. Die Absatzchancen werden von den üblichen Analysten als sehr hoch eingeschätzt.

Marcus Völkel | 13.03.04 | Daily Error | Trackbacks: 0 |

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05.11.2003

Bestellbestästigung bei sportscheck.com

Desaster Kundenkommunikation

Sportscheck.com hat von mir ja schon einmal eine kleine Auszeichnung in Sachen Kundenunfreundlichkeit erhalten. Mittlerweile hat man die kaputte Website zwar relauncht, dem Kommunikationsdesaster aber gerne noch einen draufgesetzt.

Da seit der letzten Bestellung schon einige Monate vergangen sind und ich in der Zwischenzeit umgezogen bin, möchte ich mit meiner Bestellung zugleich auch meine Daten ändern. Schön, dass man den Punkt »Meine Daten« in die Metanavigation integriert hat. Nach Eingabe meiner Kundennummer und meines Geburtsdatums habe ich dann Zugriff auf meine persönlichen Daten. Das alleine finde ich schon aus Sicherheitsgründen denkwürdig; wer mein Geburtsdatum kennt, braucht mit einem Anruf, ein wenig Charme und empathischem Geschick nicht mal zwei Minuten, um meine Kundennummer zu erfahren.

Schön ist der sogenannte Freud'sche Fehler unter dem Feld E-Mail-Adresse, steht doch dort tatsächlich: »Wichtig für Ihre Bestellbestästigung.« Ja, Bestellungen zu bestätigen scheint für sportscheck in der Tat einen hohen Grad an Belästigung zu erreichen.

Wichtig für Ihre Bestellbestästigung
... immer diese Last mit der Bestätigung...

Weiterlesen: Bestellbestästigung bei sportscheck.com.

Marcus Völkel | 05.11.03 | Daily Error | Trackbacks: 0 |

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15.10.2003

Sichere E-Mail-Disclaimer

ARGH! THE DAILY ERROR

Aus der Serie »Wer den Schaden hat...«: Wie jeder andere normale Mensch auch empfange ich eine nicht unbeträchtliche Menge an E-Mails und auch Newslettern, die ich je nach Lust, Laune und momentanem Interesse bestelle oder abbestelle. Neulich (ich wollte es eigentlich längst gebloggt haben) erhielt ich den Mittelstand 2003 Newsletter, den die Potsdamer PR-Agentur wbpr in unregelmäßigen Abständen verschickt.

Das macht man dort zwar ein wenig ungeschickt, aber nicht unengagiert: Um mir zu beweisen, dass ich nicht der einzige Leser bin, sondern dass sich auch noch knapp dreihundert andere Menschen für den Mittelstand 2003 interessieren, hat man all ihre E-Mail-Adressen mit angehängt. Fein, sauber und ordentlich; nicht in Reih' und Glied, sondern untereinander – so richtig copy-and-paste-gerecht. Schön! Meine umgehend versandte E-Mail wurde leider nicht beantwortet. Seitdem erhält meine E-Mail-Adresse allerdings immer wieder Spam von Spammern, die angeblich keine Spammer sind.

Gerade eben bekomme ich wieder Post von wbpr: Juhu, der neue Mittelstand-2003-Newsletter ist wieder da! Reflex: Erst mal nach unten scrollen und nachschauen, ob mittlerweile mehr oder weniger Abonnenten beliefert werden. Nein, man hat aufgepasst. Nun steht dort:

Sinnbefreiter Hinweis für den sicheren E-Mail-Verkehr.

Weiterlesen: Sichere E-Mail-Disclaimer.

Marcus Völkel | 15.10.03 | Daily Error | Trackbacks: 0 |

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25.09.2003

Vodafone: Kunden? Egal!

ARGH! THE DAILY ERROR

How are you, Vodafone? Als Apple-User schämt man sich, bei euch Kunde zu sein. Denn wir sind euch offenbar total egal. Aber sowas von. Zumindest im Web. Im Gegensatz zu Debitel werden E-Mails an Vodafone überhaupt gar nicht erst beantwortet.

Man mag ja schon eure Shops in Real Life kaum betreten, in denen furchterregend parfümierte, fleischgewordene Fehlermeldungen bestenfalls Augen verdrehen können, sobald man ihnen Fragen stellt, die über den Horizont eines Fun-Tarifs hinausgehen. Wenn man jedoch das Pech hat, als Apple-Nutzer eure Website besuchen zu wollen, dann ist das, als würde jene Fehlermeldung schon vor dem Eingang warten: »Kunden sind uns zwar völlig egal, aber hier kommen Sie trotzdem nur rein, wenn Sie rote Nasenhaare und ein Faible für Arcor-Drückerkolonnen haben!!!1«

Weiterlesen: Vodafone: Kunden? Egal!.

Marcus Völkel | 25.09.03 | Daily Error | Trackbacks: 0 |

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07.08.2003

Bader: Hallo auf Wiedersehen

ARGH! THE DAILY ERROR

Usability-Inside-Leser Frank Jesse aus Dresden lotste mich per E-Mail zur Website vom Pforzheimer Großversandhaus Bader (die mit dem Bader-Katalog, die mit den Goldeffekten im Schriftzug: Mode. Wohnen. Leben.). Der goldene Schriftzug und die aufblinkenden Silbersternchen sollen edle Wertigkeit suggerieren, was ihnen jedoch aufgrund der billigen gestalterischen und inhaltlichen Anmutung (»50% Spar-Tipps 50% Hier bis über 50% sparen!«) nicht einmal annähernd gelingen mag. Da hilft es auch nicht, registrierte User als »Login-Inhaber« zu bezeichnen (grandioses Naming; dahinter wartet sicher der Schlüsselwächter auf den Login-Inhaber und beide genießen dann gemeinsam Bader-Vorteile). Man fragt sich: Wer ist für so etwas verantwortlich? Das ist wieder so eine Website, die selbst bei bestem Willen nicht richtig funktioniert – man greift dann doch wieder zum Katalog, und der nette Callcenter-Stud... äh: Agent mit dem dunklen Timbre in der Stimme wird verständnisvoll trösten: Ja ja, das Internet. Es ist noch nicht soweit. Geld kann man dort nicht verdienen. Was kann ich für Sie tun?

Weiterlesen: Bader: Hallo auf Wiedersehen.

Marcus Völkel | 07.08.03 | Daily Error | Trackbacks: 2 |

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25.07.2003

Amex: Long Live Dreams

ARGH! THE DAILY ERROR

Wir Blogger, sexy, reich und berühmtTM: Beate Paland wird trotzdem keine Kundin bei American Express.

Ich mag eigentlich keine Worte über die technische Umsetzung verlieren. Es gibt in jedem kommerziellen Webprojekt Faktoren, die man als Außenstehender nicht kennt und die den Qualitätsanspruch eines Projekts einschränken können. Aber egal, wie wenig Zeit und Budget hier zur Verfügung gestanden haben mag: Von Qualität haben die Ersteller dieser Seiten definitiv ein merkwürdiges Verständnis. Oder wie soll man sich erklären, dass der Doctype unter den Kopfbereich hingeklatscht wurde und der body gar nicht erst geöffnet wird? Ein Wunder, dass sich dieses Abfallprodukt gedankenlosen Clipboardpastings überhaupt in anderen Browsern als dem Internet Explorer begutachten lässt.

Weiterlesen: Amex: Long Live Dreams.

Marcus Völkel | 25.07.03 | Daily Error | Trackbacks: 0 |

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21.07.2003

Unser Wissen ist weg

ARGH! THE DAILY ERROR

Aschenputtel-Effekt bei real.com: Wer real.com in Deutsch lesen mag, sieht sich vor lauter Hürden gestellt. Man muss real.com jedoch zugute halten, dass man dort im Moment das Wissen verloren hat und kräftig auf der Suche nach der eigenen Wissensdatenbank ist.

Weiterlesen: Unser Wissen ist weg.

Marcus Völkel | 21.07.03 | Daily Error | Trackbacks: 0 |

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16.07.2003

Such, Kunde, such!

NEU: ARGH! THE DAILY ERROR

So geht suchen: Heiko Schröder aus Leipzig schickt mich heute zu sportscheck.com. Mal abgesehen davon, dass der Suchen-Button gar kein Button ist, sondern aussieht wie ein Navigationselement: Die Fehlertexte erst schaffen die vollendete Verwirrung. Auf der Suche nach Polar A3 will man dem Besucher beispielsweise weismachen: »Ihr Suchbegriff 'Polar A3' ist zu kurz, er muss mindestens 4 Buchstaben enthalten.« Ähm...? Unter dem Eingabefeld die rettende Hilfe: So geht suchen. Prima, was so alles geht!

Sportscheck Suchformular

Lustig auch: das Favicon. Oder sich sportscheck.com in Mozilla oder Safari ansehen. Nein, keine Screenshots. Das wäre gemein. Außerdem stehe ich dort in der Kundenkartei und will nicht noch länger auf meine Klamotten warten...

Härtegrad: AAAArgh!

The Daily Error ist ein fortlaufend aktualisiertes augenzwinkerndes Sammelsurium an Usability-Problemen, die mir im Web oder sonstwo begegnen. Der Härtegrad des Erlebens wird dabei ganz subjektiv auf einer Argh!-Skala von einem bis sechs A bewertet (wobei sechs A furchtbar mies sind). Ganz besonders freue ich mich über Links mit einer Kurzbeschreibung. Einfach zuschicken!

Marcus Völkel | 16.07.03 | Daily Error | Trackbacks: 0 |

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10.07.2003

Virtuelle Nichtexistenz

JETZT NEU: ARGH! THE DAILY ERROR

WLab Javascript-Fehler

W-Lab Onlineforschung Potsdam ist eine spannende und von mir regelmäßig besuchte Website. In praktischer Feldforschung wird hier untersucht, wie man seine Besucher wirklich überrascht: »Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse an!« Leute, das ist meine gültige E-Mail-Adresse. Entgegengesprungen beim Bestellen des Newsletters auf W-Lab Onlineforschung.
Härtegrad: AAArgh!

The Daily Error ist ein fortlaufend aktualisiertes augenzwinkerndes Sammelsurium an Usability-Problemen, die mir im Web oder sonstwo begegnen. Der Härtegrad des Erlebens wird dabei ganz subjektiv auf einer Argh!-Skala von einem bis sechs A bewertet (wobei sechs A furchtbar mies sind). Ganz besonders freue ich mich über Links mit einer Kurzbeschreibung. Einfach zuschicken!

Marcus Völkel | 10.07.03 | Daily Error | Trackbacks: 0 |

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