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Accessibility

06.08.2006

Buchvorstellung: Barrierefreies Webdesign

»Attraktive Websites zugänglich gestalten« von Angie Radtke und Michael Charlier

Angie Radtke und Dr. Michael Charlier haben bei Addison-Wesley (Pearson) ein Buch über »Barrierefreies Webdesign« veröffentlicht. Ich hatte die Ehre und die Freude, das Buchprojekt von Anfang bis Ende als Berater und Fachlektor zu begleiten. Das war ein schöner Job, den ich im Rückblick mit viel Kopfzerbrechen, Spaß und langen Nächten verbinde. Zum Schluss war der Zeitdruck hoch, alles ging sehr schnell, und plötzlich liegt das Buch vor mir.

Die beiden Autoren sind sicher den meisten ein Begriff, die sich mit Webstandards und Accessibility beschäftigen: Angie Radtke engagiert sich maßgeblich im Joomla! Design and Accessibility Team für die Verbesserung der Zugänglichkeit des beliebten CMS; Michael Charlier ist ein Urgestein des deutschen Netzjournalismus', Betreiber der größten deutschen CSS-Mailingliste und zweifacher BIENE-Award-Preisträger.

Ja, es ist schon wieder ein Buch mit einem Schon-wieder-Titel, aber natürlich ist dies auch ein ganz anderes Buch mit einem ganz eigenen, gar nicht trockenen Ansatz. Es ist weder eine Einführung für Anfänger, noch richtet es sich ausschließlich an Web-Spezialisten. Zielgruppe sind neben Webentwicklern, die nicht wissen, wie sie die oft sehr pauschal vorgetragenen Anforderungen nach Barrierefreiheit erfüllen können, auch Projektleiter, die in Behörden und Unternehmen für den Relaunch oder die Neukonzeption einer Website verantwortlich sind.

Eine der größten Stärken des Buchs ist es meiner Meinung nach, dass der Praxisbezug nie aus den Augen verloren wird. Die oftmals sehr theoretischen Sachverhalte und Einzelaspekte aus verschiedensten Fachbereichen bringen die Autoren immer verständlich und angenehm unaufgeregt auf den Punkt. Dazu wird im Buch ein Webprojekt einer fiktiven Gemeinde von Anfang bis Ende durchgespielt: Aus einem barrierenbehafteten Tabellenlayout wird eine barrierefreie, frische und attraktive Website aus der Taufe gehoben. Der Leser wird zum aktiven Teil eines Workshops, der den Bogen von der Analyse übers Redesign bis hin zum barrierefreien Relaunch spannt und dabei neben den Anforderungen der BITV immer auch zukunftsfähige, praktikable Webstandards im einen und die Nutzer mit ihren unterschiedlichen Erwartungen im anderen Auge hat.

Weitere Kritik will ich anderen überlassen; Eva Papst stellt das Buch bei WAI-Austria vor; Stefan Blanz veröffentlicht in der kommenden Ausgabe des PHP-Magazins eine Rezension. Wahrscheinlich stehen auch schon bald die ersten Kritiken bei Amazon.de, wo das Buch ab sofort erhältlich ist: Barrierefreies Webdesign, Addison-Wesley, ISBN 3827323797, ca. 300 Seiten, 39,95 Euro.

Marcus Völkel | 06.08.06 | Accessibility | Trackbacks: 0 |

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03.06.2005

Mayflower stellt PHProjekt 5.0 vor

Veröffentlichung zum LinuxTag 2005 geplant

Das Mayflower-Team um Albrecht Günther, Johann-Peter Hartmann, Björn Schotte und Gregor Streng hat sechs Mitarbeiter einige Mannmonate lang an die beliebte Open-Source-Groupware PHProjekt gesetzt. Zum LinuxTag 2005 – 22.-25.6 in Karlsruhe – stellt die Mayflower GmbH Version 5.0 von PHProjekt vor.

Wichtigstes Feature, so Björn, seien »die Umstellung auf XHTML/CSS, dazu ein neues Layout und nahezu Barrierefreiheit. Neu wird auch z.B. ein Outlook Sync sein, der PHProjekt vollständig in beide Richtungen (vollständig oder inkrementell) mit Outlook (Termine, Todos, Notizen, Kontakte) syncht.«

Zur Pressemeldung: Barrierefrei – MAYFLOWER GmbH präsentiert Version 5.0 von PHProjekt. Zum ThinkPHP-Blog-Eintrag.

Marcus Völkel | 03.06.05 | Accessibility | Trackbacks: 0 |

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05.10.2004

The Beauty and Business of CSS

Douglas Bowmans Web-Essentials-Präsentation online

Douglas Bowman, Web Essentials 2004, Sydney: The Beauty and Business of CSS.

Via EfA AccessBlog: »Werte Leser: bitte unterbrechen Sie sofort Ihre Arbeit, surfen dorthin und staunen mit uns gemeinsam, wie schön standard-konformes Webdesign sein kann.«

Marcus Völkel | 05.10.04 | Accessibility | Trackbacks: 0 |

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07.11.2003

PDF barrierefrei

Lesbar für alle – und es geht doch

Roland Heuwinkel veröffentlicht auf Einfach für Alle a.k.a EfA eine unbedingt lesenswerte Serie über die Erstellung barrierefreier (hier vielleicht besser: zugänglicher) PDF-Dokumente.

In der Einleitung erfährt der Leser, weshalb die Notwendigkeit zur Barrierefreiheit auch bei PDF gilt. Teil 1 und Teil 2 behandeln die praktische Erstellung zugänglicher PDFs.

Ein umfangreiches Glossar mit weiterführenden Links und Downloads rundet die Serie ab. Außerdem bietet EfA die gesamte Serie in einer barrierefreien PDF-Datei zum Download an. [ Anmerkung: Das PDF wird mit Erscheinen von Teil 4 zum Download bereitgestellt; s.a. Kommentar. ]
Nachtrag (12.11.): Die Serie über barrierefreie PDF-Dokumente ist nun vollständig in vier Teilen online. Auch das PDF selbst steht nun zum Herunterladen (PDF, 792 kb) bereit.

Marcus Völkel | 07.11.03 | Accessibility | Trackbacks: 0 |

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05.07.2003

Reiner Text: barrierefrei?

Nur-Text-Versionen sind keine Alternative zum eigentlichen Angebot

Rollstuhl IconAuf wob11.de, dem Informationsportal des Aktionsbündnisses für barrierefreie Informationstechnik AbI, erklärt ein Artikel, warum Nur-Text-Versionen als Alternative zum eigentlichen Angebot keine Lösung im Sinne der BITV sind.

Die wesentlichen Argumente lauten, dass der Gedanke der Barrierefreiheit sich nicht nur an Blinde richtet, sondern an alle – nicht nur an farbenblinde, sehgeschädigte, motorisch behinderte Menschen...

Weiterlesen: Reiner Text: barrierefrei?.

Marcus Völkel | 05.07.03 | Accessibility | Trackbacks: 0 |

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11.06.2003

Eine Welt ohne Gesichter

Zwei Millionen Deutsche können keine Gesichter erkennen.

Neben sehschwachen, seh-, farben- und nachtblinden gibt es noch Menschen, die sich selbst als »gesichtsblind« bezeichnen: Prosopagnostiker können zwar sehen, aber Gesichter nicht als fremdes oder bekanntes Antlitz erkennen. Erst die Stimme schenkt Aufschluss darüber, wer das Gegenüber ist.

Der Prosopagnosie-Experte Dr. Thomas Grüter schätzt den Anteil der »Gesichtsblinden« auf erhebliche zwei Millionen Menschen. Der Verlust an Lebensqualität kann schnell zu sozialer Isolation führen. Selbst enge Verwandte werden nur an der Stimme oder anderen auffälligen Eigenheiten erkannt.

Laut Grüter ist es gar nicht unwahrscheinlich, dass wir in unserem Bekanntenkreis Prosopagnostiker haben, ohne es zu wissen: Vielleicht ist der Bekannte weder zerstreut noch arrogant, der gerade eben auf der Straße an uns vorbeigelaufen ist, ohne uns zu grüßen.

Gerald Traufetter (Spiegel Online):
Welt voller Fremder

Dr. Thomas Grüter, Herausgeber von
prosopagnosie.de

Klarer Blick, klare Botschaft: Neurologen erklären jetzt in »Science«, warum der direkte Blickkontakt so wichtig ist. Alexander Stirn (Spiegel Online):
Erst Blicke verraten die Stimmung.

Marcus Völkel | 11.06.03 | Accessibility | Trackbacks: 0 |

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