Link-Pleonasmus
Links sind Links as Links can.
Alp Uckan fragt, ob eine externe Linkkennzeichnung überhaupt nötig sei. Gute Frage. Wer seine Links sprechen lässt, braucht sie eigentlich nicht grafisch auszuzeichnen. In diesem Moment sind die kleinen Grafiken redundant. Dass ein solcher Link-Pleonasmus auch noch juristisch verwertbar sein sollte, bezweifle ich zumindest als Laie sehr stark. Nicht zuletzt müssen einige Voraussetzungen gegeben sein, damit Grafiken überhaupt angezeigt werden können.
Brauchen Links Symbole?
Interessanter finde ich natürlich die alte Frage, ob überhaupt Links mit grafischen Symbolen gekennzeichnet werden müssen. Oft entbrennt daraufhin eine Diskussion zwischen Standards-Verfechtern, den Evangelisten der reinen Lehre und Menschen, die ein möglichst funktionales und gleichzeitig ansprechend ästhetisches Design entwickeln wollen. Zwei Standpunkte kristallisieren sich dabei heraus:
- Links sind Links sind Links. Sie verweisen auf neue Inhalte, nicht auf neue Websites. Ein Besucher sucht schließlich nach Informationen, nicht nach unterschiedlichen Websites.
- Es gibt externe und interne Links. Der Besucher hat ein Recht darauf zu erfahren, wohin der nächste Klick ihn führt. Es ist vor allem (aber nicht nur) für den Anbieter ein Unterschied, ob der Besucher mit dem nächsten Klick auf seiner Website bleibt oder eine neue besucht.
Je nach Perspektive haben beide Standpunkte Recht. Es ist die Usability, die mal wieder den Unterschied macht. Egal, für welche Variante man sich entscheidet: Hauptsache konsequent.
Viele Links im Fließtext können die Lesbarkeit (Readability) stören und die Konzentration erschweren (Aufmerksamkeitsfokus). Wer, wie in Weblogs oftmals üblich, in kurzen Texten viele ausgehende Links platziert und sie dann auch noch grafisch kennzeichnet, womöglich auch noch in alternierenden Komplementärfarben hovern lässt und weitergehende Informationen in Title-Texten hinzufügt, der tut dann vielleicht doch ein wenig zuviel des Guten und transportiert alles, nur nicht die eigentliche Information.
Existenzberechtigung Aufmerksamkeit
Die kleinen Grafiken geben den Augen zumindest Haltepunkte. Sie erleichtern das schnelle Scannen eines Textes nach Informationen und Verweisen. Solange Texte mit Links sparsam umgehen, können die Linkgrafiken sehr hilfreich sein, beispielsweise in Webangeboten, in denen die besuchten Links die Textfarbe annehmen.
Sobald ein Text jedoch viele Links beinhaltet, geht dieses Konzept nicht mehr auf: Zuviele Grafiken, die um Aufmerksamkeit buhlen, stören die Konzentration und damit den Flow. Interessant dabei ist, dass der Großteil der Designer dies intuitiv versteht und umsetzt. Oder hat schon mal jemand grafische Linkkennzeichnungen beispielsweise in einer Navigation gesehen?
Natürlich macht das niemand exakt so. Aber leider oftmals ähnlich. Es verdeutlicht zumindest die Problematik: Wer seine Informationen so kodieren möchte, dass sie möglichst einfach und effizient übertragen werden, sollte darauf achten, dass der Empfänger diese Informationen ganz einfach verarbeiten kann – und nicht in erster Linie den Input dekodieren muss: Kennt der Empfänger den Code? Muss er ihn erst durch geduldiges Ausprobieren lernen? Kann er ihn intuitiv und eindeutig interpretieren?
Stichwort Erwartungskonformität: Es ist ja nicht so, dass man diese kleinen Bildchen [
] nicht kennt. Daher kommunizieren sie zumindest eines ganz gut: Der Inhalt, auf den der Link verweist, ist ein fremder und nicht innerhalb dieses Webangebots eingebunden. Mehr aber auch nicht. Der eine Anbieter stellt dieses Bildchen vor den Link, der andere hinter den Link, der eine öffnet die Inhalte in einem neuen Fenster, der andere wiederum nicht. Auch hier hat der Besucher schon wieder mehr Informationen zu verarbeiten, als es der Anbieter ursprünglich beabsichtigt hat. Dabei wollte er es doch seinen Besuchern möglichst einfach machen...
Fazit: Wenn schon, dann konsequent
Wie so oft, gibt es auch hier kein Dafür oder Dagegen. Ob die grafische Kennzeichnung von Links Sinn macht oder nicht, sollte für jeden Fall einzeln entschieden werden: Ein Weblog beispielsweise lebt von Links und setzt sie zuweilen als Stilmittel ein. Ein kommerzielles Webangebot möchte den Besucher in einen unbewussten Flow hineinziehen und ihn seine Ziele erreichen lassen. Hauptsache, die Links werden überhaupt optisch hervorgehoben. Wer dies mit grafischer Unterstützung macht, sollte es konsequent tun und auch die internen Links auszeichnen. Und wer besonders geschickt ist, fragt einfach seine Leserinnen und Leser, wie es ihnen am besten gefällt.
Nachtrag: Auch Markus Kniebes oder Dr.Web verzichten wieder auf den Einsatz der kleinen grafischen Symbole.
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das Netzbuch
...kleinen Würmern, die sich trotz Betäubung am Sessel festkrallen.«
Usability Inside: »Link-Pleonasmus«
Wired: »Music may not be porn, but it sometimes comes close « (fscklog).
joern: ...
(12.11.2003 | 13:21)
newsfeed.choas.net :: Linkkennzeichnung
...überhaupt nötig sei. Darauf hat Marcus Völkel einen interessanten Text geschrieben, unter dem sich eine ebenso interessante Diskussion entwickelte. [segert.net weblog]
NewsFeedWebDesign (wiki) kein Kommentar ...
(12.11.2003 | 18:04)
newsfeed.choas.net :: Linkkennzeichnung
...einen interessanten Text geschrieben, unter dem sich eine ebenso interessante Diskussion entwickelte. [segert.net weblog]
NewsFeedWebDesign (wiki) kein Kommentar
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Comments RSS feed for comments on this post. The ...
(12.11.2003 | 18:04)
Kommentare
Ich empfinde die zusätzliche graphische Auszeichnung von Links in einem Fliesstext als sehr störend. Dabei spielt es für mich keine Rolle, ob damit interne oder externe Links unterschieden werden sollen. Das Web ist ein grosser LinkRaum.
Mal abgesehen davon, dass ich den Ausdruck Pleonasmus in diesem Zusammenhang für falsch halte, da es ja nun mal den Unterschied von internen zu externen Links gibt, meine ich, dass man schon ein klares Dafür oder Dagegen formulieren kann.
In den bunten Tagebucheinträgen mancher Weblogs, auf Firmenseiten, auf privaten Homepages etc.pp. ist die Kennzeichnung externer Links sicher wenig sinnvoll, weil die Rezeption gestört und dadurch letztlich die implizierte Wirkung verfehlt wird.
Da, wo es um Konsultation und Information geht, sehe ich das anders. Wo Querverweise genau so wichtig sind wie der Text selbst, stören viele Links bzw. die Intern-/Extern-Kennzeichnung derselben nämlich nicht mehr den Lesefluss, sondern erhöhen die Benutzbarkeit bei ausgedehnten Recherchen.
Oder beschwert sich etwa jemand, dass man Lexika so schwer lesen kann?
Also ich empfinde die Kennzeichnung externer Links nicht als störend, sonder eher als Hinweis, das sich a.) hinter der Kennzeichnung ein Link befindet (bei der populären Linksuchklickorgie geradezu erleichtern) und b.) ein Link von der Seite wegführt. Mit dieser Auszeichung von Links kann ich dann entscheiden, ob ich den Link in einem neuen Tab/Fenster öffnen möchte oder nicht. Target-Blank-Parameter bei HREFs erübrigen sich somit. In gewissem Sinne brauche ich den Besucher nicht mehr bevormunden, was sein Surfverhalten angeht sondern überlasse die Spielregeln innerhalb gewisser Grenzen ihm selbst.
Seit ich in meinem Blog die Kennzeichnung eingeführt habe, verzichte ich auf die bis dahin obligatorische -Angabe bei Links.
Neblige Grüße vom Bodensee
Jörg
ähm... zum einen meint marcus denke ich nicht den unterschied zwischen internen und externen links, und widersprichst du dir nicht selbst, wenn du im ersten absatz sagst, man kann ein klares dafür oder dagegen formulieren, und in den nächsten beiden eben genau das nicht tust? schreibt er doch auch so, daß es sinnvoll sein kann, von fall zu fall halt.
also michael meine ich, sorry.
Danke für eure Gedanken. Schade, dass mein Unterton in Titel und Untertitel nicht von allen verstanden worden ist (meine damit besonders den Mailversender).
Michael, ich sehe es fast genauso wie du. Allerdings glaube (!) ich, dass es dort, wo Querverweise genau so wichtig sind wie der Text selbst, gleichgültig ist, ob der Verweis ein externer oder interner Link ist. Und deshalb auch gleichgültig, ob er grafisch gekennzeichnet wird. Zumindest aus Benutzersicht.
Von der Anbieter-Perspektive aus kann es schon Sinn machen, dem Besucher zu kommunizieren, dass er nun die Website verlässt. Dass Weblogleser das gerade besuchte Weblog relativ schnell wieder verlassen, liegt ja schon fast in der Natur der Sache; das ist ja ähnlich wie bei Suchmaschinen, die ihre Besucher auch so schnell wie möglich wieder fortschicken wollen (wenn sie gut sind).
Jörg, ist es dir als Besucher einer Seite wirklich wichtig zu wissen, dass der Link, auf den du klicken wirst, dich von der Seite wegführt? Beobachtest du da bei dir Unterschiede je nach besuchter Website? Ich frage deshalb, weil wir bei Usability Tests immer öfter beobachten, dass gerade der Typus Power-User vor allem im Text eingebettete Links in neuen Fenstern/neuen Tabs öffnet, um sie sich »für später aufzuheben«, ganz egal, ob es sich um interne oder externe Links handelt. Ich denke daher, dass es auch darauf ankommt, was man gerade besucht: Weblog, Lexikon, Suchmaschine, Firmenwebsite o.a.
Hmmm ... ich meine mich auch zu den Power-Usern dazuzuzählen und beobachte bei mir, dass ich bevorzugt externe Links in einen neuen Tab lade, um den Text einer Seite vorerst zu Ende zu lesen. Bei internen Links klicke ich eher direkt auf diesen. Daher begrüße ich die Auszeichnung externer Links. Sie erleichtern mir das surfen.
... es gibt ein Massenbewußtsein.
Ich statte gerade meine Firmenhomepage mit Linksymbolen aus für die Links, die nach außen führen.
Dabei ist mir aufgefallen, dass wohlgestreute, nicht allzu viele Symbole das Dokument auch sortieren können, weil sie Haltepunkte in Fließtexten darstellen.
Für Weblogs mit kurzen Texten und Vielverlinkung auf externe Inhalte ist das nichts.
Beim Dr. Web Magazin haben wir das Miniicon für die externen Links wieder herausgenommen, weil die CSS Technik Probleme mit einem Browser verursachte und manchmal auch nicht im Sinne des Layouts funktionierte (was einfach an der Automatik lag). Technische Gründe also.
Persönlich als Vielsurfer helfen mir die Icons nicht, da sie mir nicht die Information vermitteln, die ich brauche. Ob intern oder extern ist mir egal. Ob ich hingegen in ein Frameset springe, die verwiesene Information erst suchen muss, welche Sprache mich erwartet, ob sich der Rest der Seite oder gar der Site auch lohnt, das erfahre ich über den Link noch nicht. Die URL hilft da schon mehr.
Deshalb bevorzuge auch ich eine Seite ersteinmal in einem neuen Fenster aufzumachen, schiebe den Link in die Bookmarkliste oder kopiere den Link in meinen "Schmierzettel". Je nach dem, was gerade noch tun ist.
@dee: So kann man es auch sehen. Da Weblogs davon leben, externe Seiten zu verlinken, kann man in Blogs davon ausgehen, dass Links auf externe Ziele verweisen. Insofern ist eine separate Auszeichnung von Links in Blogs in gewissem Sinne überflüssig. Oder eben nur Geschmackssache. Und über den läßt sich ja bekanntermaßen nicht streiten. ;-)
Ich denke - solange es keinen Artikel gibt, der jedes xte Wort auszeichnet (für beliebig kleine x), solange kann man die Auszeichnung auch als Stilmittel einsetzen. Dagegen ist IMHO nix einzuwenden.
ich habe an mir beobachtet, dass die linkgrafiken mich meistens kalt lassen (ausser sie sorgen für unruhe im text). daraus schliesse ich, dass sie mir bei der navigation nicht hilfreich sind, da es mir relativ gleichgültig ist, ob es sich um einen internen oder externen link handelt (ausser natürlich, wenn ich selbst sites entwerfe. ;).
interessanterweise werde ich aber nicht allzuoft enttäuscht, fühle mich also nicht auf eine falsche fährte gelockt, ob mit oder ohne linkauszeichnung. vielleicht liegt das daran, dass ich überdurchschnittlich viel in weblogs bin.
scheint mir ein link undurchsichtig oder sehr sehr interessant, schaue ich in die statuszeile und lese "alt", sofern es denn ausgefüllt.
links, die mir beim lesen wirklich wichtig erscheinen, bookmarke ich gleich (wenn ich sofort verlinken will, ab in den Tab) und benutze dann gewohnsheitsmässig den Back-Button, falls ich plötzlich auf einer externen site gelandet waere.
ansonsten bin ich davon überzeugt, dass es immer einen benutzerfrendlichen weg geben wird, links auch ohne die benannte grafik zu setzen. im mengentext gehäuft stören sie den lesefluss. bei längeren fachtexten wäre beispielsweise eine methode, die links in fussnoten zu setzen (ermöglicht zudem die unterbringung zusätzlicher informationen). in weblogs ist meistens eh klar, dass es sich um externe links handelt und wenn nicht, ist das auch nicht schlimm, wenn der link zum thema passt. btw ist es sowieso unmöglich, dem kreativen verlinkungschaos in weblogs durch richtige ratschläge beizukommen. ein dreimal hintereinander verlinktes "hier" oder links auf dieses, jenes, dortes ;) sind nicht sehr aussagekraeftig aber nichtsdestotrotz ungemein beliebt und für die regelmässigen besucher auch vollkommen ausreichend. hier zeigt sich, dass es wenig sinn macht, über die auszeichnung von links zu sprechen, ohne den zusammenhang genauer zu beleuchten, in denen sie stehen sollen, werden, müssen.
bei kleineren firmensites wird die grafik meiner meinung nach überfluessig, denn hier kann ich interne links eindeutig kennzeichnen und alles was extern ist (z.B. unter partner, linksammlung etc) wird dem besucher durch den seitenzusammenhang vermittelt.
verallgemeinern läßt sich ohne wenn und aber nur, dass man konsequent und so einfach wie möglich bei der gewählten art der verlinkung sein muss. also bleibt es bei der freiheit, die kleinen grafiken einzusetzen oder auch nicht, ohne sich früher oder später einen rüffel von der vereinten freunde-d er-usability-gemeinde einzufangen. ;-)
Mal ein ganz anderer Gedanke.
Wer gestaltet nicht gerne seine Software nach seinem Gusto um, und ist dankbar, wenn ihm solche Möglichkeiten gegeben werden. (Bsp. Individuelle Tastaturkürzel, ein- und ausblenden von Toolbars, Erweiterungen, Farbschematas etc.).
Folglich sollte man doch diesen Punkt, zumindest ansatzweise auch für Webseiten in Betracht ziehen. Nicht umsonst gibt es in den WCAGs den oft ignorierten Punkt User Experience (11.3):
"Stellen Sie Informationen bereit, so dass Benutzer Dokumente entsprechend ihren Vorgaben erhalten können."
Um dieses zu tun bekommt man mit Stylesheets ein ausgezeichnetes Werkzeug zur Hand, und ich kann es ab sofort dem User überlassen, ob er externe Stylesheets anders gekennzeichnet haben will als interne (z.B. ein grafisches Symbol oder den ausgeschriebenen URL...).
Selbiges wäre natürlich auch für Abkürzungen denkbar.
@minz meyer: aber software ist mit websites nicht vergleichbar, ich weiss, is Dir auch klar ;-) aber ich bekomme ja nicht jedesmal ein anderes word oder photoshop, wenn ich es aufrufe. bei den vielen neuen websites, die man so besucht, muesste ich mich jedesmal neu orientieren und nach den optionen suchen, die verstellbar sind. nur, wer macht das wirklich? ich persönlich nutze styleswitcher, schriftgrößenversteller und die checkbox für target=_blank so gut wie gar nicht. wenn ich z.B. texte nicht lesen kann, bin ich schnell wieder weg, ausser, ich will unbedingt lesen.
wo gibt es das, dass der user wählen kann zwischen ausgeschriebenen URLs oder verlinkten Wörtern?
ralph,
richtig, ist mir klar, auch die von dir angesprochene Problematik. Im Prinzip war es auch nur ein Denkanstoß in welche Richtung es gehen könnte. Wenn ich aber meine Lieblingsseiten so einstellen kann, wie ich es möchte, und diese Einstellungen auch beim nächsten Besuch wieder so sind, warum nicht? Ziel soll auch nicht sein, dass Du diese Optionen "suchen" musst. Es ist aber meines Erachtens auch kein Fehler wenn sie da sind...eben bereitgestellt.
Um nochmal zur Software zu kommen. Bei manchen brauchte ich Jahre um hinter gewisse Features zu kommen. Gut dokumentiert eben ;)
Zurück zum Webgeschehen. Einige Punkte sind leider auch technisch nicht wirklich realisierbar, aufgrund der Defizite eines gewissen Massenbrowsers....
wo gibt es das, dass der user wählen kann zwischen ausgeschriebenen URLs oder verlinkten Wörtern?
Damit meinte ich die URLS als zusätzliche Information, zum verlinkten Wort.
Ich habe sowas mal ausprobiert, und finde dieses Feature für Printstylesheets z. B. nicht schlecht.
Ich sehe das eher "philosophisch", denn über Geschmack bei grafischen Verschnörkelungen lässt sich trefflich und endlos streiten.
Jemand der externe Link mit einem Symbol versieht sieht die "Web-Welt" als eine Siedlung in sich geschlossener Häuser, das Symbol signalisiert "Achtung, Du verlässt nun mein Haus, weiß der Geier was Dich in dem anderen Haus erwartet." Sind die internen und externen Links wie selbstverständlich in den Fließtext integriert, signalisiert das "it's a webbed world, das ganze Web ist ein großes Hypertextdokument, ich bin ein Teil davon, die Seite hinter diesem Link selbstverständlich auch." Wie immer mögen die Grenzen da fließend sein. ;-)
Ich persönlich finde solche Symbole vor externen Links nervig, sie verschandeln den Text. Ganz schlimm finde ich wenn jemand auch noch kleine Animationen verwendet ...
Wenn ich aber meine Lieblingsseiten so einstellen kann, wie ich es möchte, und diese Einstellungen auch beim nächsten Besuch wieder so sind, warum nicht?
Dagegen spricht wirklich nichts, im Gegenteil, Deine Freunde werden Dir dankbar sein. :-)
Doch klar ist, in Druckdokumenten sind natürlich ausgeschriebene Links die richtige Kennzeichnung, wenn man so will. Jetzt suche ich eine Lösung, wie man den Wechsel von verlinkten Wörtern zu ausgeschriebenen Links mit dem Wechsel eines CSS-Files realisiert. Dann wuerde ich unsere Druckversionen glatt ausdehnen und nicht auf die wichtigsten Seiten beschränken. ;-) Ich könnte mir gut vorstellen, dass man mit "display" was machen könnte.
Jetzt suche ich eine Lösung, wie man den Wechsel von verlinkten Wörtern zu ausgeschriebenen Links mit dem Wechsel eines CSS-Files realisiert.Bitte schön (fürs Printsheet):
a:after { content:" [" attr(href) "]"; }
Hätt ich jetzt nicht besser schreiben können.
Um auch eine vollständige Anzeige von internen Links (ey, endlich wieder beim Thema ;)) zu gewährleisten (falls diese stamm-relativ angelegt sind) empfiehlt sich auch noch folgender Zusatz:
a[href^="/"]:after {
content: " (http://www.domain.de" attr(href) ") ";
}
Damit werden alle Verweise ausgewählt, die mit einem "/" beginnen, und denen wird dann noch der ganze http: Vorspann hinzugefügt, so dass sie als absolute Pfade ausgegeben werden.
Da dies CSS3 Syntax ist, muss man jedoch den Mecker vom CSS-Validator in Kauf nehmen, denn dieser validiert standardgemäß nur auf CSS2.
Da sag ich brav und gern Danke schön. :) - Mal schauen, welche Browser Mucken machen.
In Ergänzung zu meinem ersten Kommentar und nachdem ich den wachsenden Thread gelesen habe:
1. Mir wäre es lieb, wenn zumindestens externe Links immer in einem neuen Fenster aufgemacht werden. Bei internen Links hätte ich ja immer noch die Sitemap zur Orientierung, falls ich den Weg verliere.
2. Zur Unterscheidung zwischen externen und internen Links in einem Fliesstext könnten statt kleiner graphischer Symbole, die meinen Lesefluss stören, leicht unterschiedliche Linkfarben verwendet werden.
Oh Jim... jetzt hast du gleich zweimal Jehova! gesagt...
Hauptsache konsequent, ob neues Browserfenster oder bescheiden das alte. Aber bei Einsteigern habe ich nicht nur einmal erlebt, wie sie vergeblich den Backbutton zu benutzen versuchten. Und jene, die lieber ein 2. Browserfenster wünschen, die wissen auch meistens, was es mit dem Kontextmenue auf sich hat, deshalb meine Entscheidung, fuer meine Projekte auf ein 2. Fenster zu verzichten.
Blasphemie? Marcus, ich wusste nicht, dass Usability eine Glaubensfrage ist. Ich dachte, es sei Empirie ... ;)
Wieso eigentlich die Unterscheidung zwischen extern und intern?? Generell gilt doch (von Ankern mal abgesehen, da irgendwie nur begrenzt), dass wenn man auf einen Link klickt (und dieser funktioniert), dann bewegt man sich von seinem bisherigen Inhalt weg und gelangt auf eine Seite mit neuem Inhalt. Ob dieser Inhalt jetzt immer noch beim vorherigen Anbieter (i.S. von Informationsanbieter) liegt, oder sich bei einem anderen Anbieter befindet, lässt sich relativ schnell (durch selbe Designstrukturen) feststellen und steht meist auch schon (Textzusammenhang, oder weil man sich in einem Linkbereich befand) von vornherein fest.
Diese Links dann noch mit einer Grafik zu verzieren, nur um dem geneigten Benutzer zu sagen, dass er jetzt den Anbieter verlässt, halte ich persönlich für überflüssig. Man erwartet etwas Neues und bekommt dies auch geliefert, also irgendwie kein großartiger Grund, dies gesonderter zu kennzeichnen, als es bisher der Fall ist. Mit unterstrichenen (andersfarbigen, oder wie auch sonst man seine Links gestaltet hat) Links kennt sich der User aus und damit kann er auch umgehen. Wenn zusätzlich noch eine Grafik auftaucht (die meist ja dann noch nicht einmal einen alt-Text aufweist), dann stört das nicht nur den Lesefluß, sondern es dürfte wohl doch den ein oder anderen User geben, der sich fragt, was das denn bitte schön zu bedeuten habe.
Was das Öffnen von Links im neuen Fenster angeht, so halte ich diese Technik von vornherein für falsch, weil ein "Power-User" weiß, wie er mit Links umzugehen hat, und ein (gibt es hier auch nen Begriff für??) Anfänger sehr froh sein wird, wenn sein Back-Button ihn zur Not auch dahin wieder zurückbringt, wo er hergekommen ist.
Ich sag es mal so: ich find die kleinen Symbolchen voll schnuckelig! ;-)
echt nette diskussion, nur schon reichlich lang geraten. von images als linkkennzeichnung halte ich nicht viel. farbe, accessibilty und wer weiss was noch hin und her, das einzige was mir zur zeit einfaellt waere einen externen link als solchen normal unterstrichen anzuzeigen und einen internen link nur als gestrichelt unterstrichen. deshalb nur gestrichelt, weil der interne link ja kein vollwertiger link ist ;-)
@Jörg v. Bodensee
Mit dieser Auszeichung von Links kann ich dann entscheiden, ob ich den Link in einem neuen Tab/Fenster öffnen möchte oder nicht. Target-Blank-Parameter bei HREFs erübrigen sich somit. In gewissem Sinne brauche ich den Besucher nicht mehr bevormunden, was sein Surfverhalten angeht sondern überlasse die Spielregeln innerhalb gewisser Grenzen ihm selbst.Dem kann ich nur zustimmen, zumal das Thema "target=_blank" mit XHTML1.1 sowieso erledigt ist. Denn dieses Attribut ist nach XHTML1.1 nicht mehr Valide. Zum Glück.
Somit wird dem User endlich selbst die Verantwortung über die geöffneten Browser/Fenster gegeben. Deshalb erhälten die grafische Auszeichnung (intern/extern) eine neue Qualität.
@Dr.Web - tech. Probleme sind mir bisher nur bei einem Zeilenumbruch innerhalb des LINKs begegnet, und diesen Zeilenumbruch kann man ja leicht verhindern.
Browser die kein XHTML1.1/CSS2(90%) umsetzen können finden in meinen Projekten keine Berücksichtung mehr. D.h. ich fahre eine klare "Valide" Linie und habe somit einen Qualitätsnachweis.
Für mich sind daher kleine grafische Auszeichnungen im Fliesstext ein muß.
Jim schrieb:
Mir wäre es lieb, wenn zumindestens externe Links immer in einem neuen Fenster aufgemacht werden. Bei internen Links hätte ich ja immer noch die Sitemap zur Orientierung, falls ich den Weg verliere.
Dann stell deinen Browser so ein ;-) Bei Mozilla mit Tabbrowser Extensions kann man jeden externen Link automatisch in neuen Tabs öffnen lassen.
Ich finde man sollte externe Links kennzeichnen, da sie zwar inhaltlich (hoffentlich) zum Thema passen, aber man weiß ja nicht so wirklich was einen da erwartet, wenn man die Website noch nicht kennt. Bei internen Links kennt man Gestaltung, Schreibstil, Sprache, übliche Ladezeit usw.
Gut finde ich die Kennzeichnung bei schneegans.de, ein kleiner Pfeil, keine Grafik, keine Animation.
Eine interessante Diskussion, die nachdenklich stimmt...
Im Artikel fehlen mir Link-Kategorien:
* eMail-Links
* PDF-, DOC-, etc-Links
Die halte ich für wichtig, da onClick etwas besonderes passiert: ein langwieriger Startprozess eines externen Programms wird hervorgerufen. Das im vorhinein visuell erwarten zu können, halte ich für positiv im Sinne der Usability.
Bei der Linkkennzeichnung wird immer von den Standard-Icon ausgegangen. Dabei ist es doch von zentraler Bedeutung, welche Icon man verwendet.
Wie wäre es zum Beispiel mit:
* Artikel (intern) als Artikel-Icon (nicht Pfeil)
* Artikel (extern) als Weltkugel
Das würde zeigen, was hinter dem Link steht: ein Artikel und ein Link zu einer anderen Website. Und ist wesentlich weniger abstrakt als 3 versch. Pfeilarten zu verwenden...
Richtig finde ich, dass nicht jedes Webprojekt für diese Art Auszeichnung geeignet ist. Aber in komplexen z.B. CMS-Systemen könnte ein Mensch-Icon, das konsequent auftaucht, wenn es um verlinkte Benutzerprofilseiten geht, sicher sehr helfen.
Tobias schrieb:
Im Artikel fehlen mir Link-Kategorien:
* eMail-Links
* PDF-, DOC-, etc-Links
DAS finde ich sehr sinnvoll.
<senf>
zu diesem thema folgendes: externe links erhalten bei mir vcn nun an eine extea auszeichnung per title-tag - damit's auch jeder kapiert. ob ich nun infolgedessen in zukunft auf das gänzlich verzichten werde, sei erst mal dahingestellt.
- was die erkennung von links anbelangt, halte ich mich schon seit jahren an folgende regel: wenn schon anders, dann aber bitte FETT. diese regel zieht sich konsequent durch alle von mir erstellten websites.
- prinzipiell finde ich die idee, link-kategorien einzuführen, weitaus besser und praktischer. dann müsste ich mich auch nimmer aufregen und einen flamewar vom zaun brechen, bloss weil sich ganz unverhofft ein adobe acrobat reader dort breitgemacht hat, wo man eine HTML-basierte information erwartet hat.
cu, w0lf.
</senf>
Okay …
Aber du meinst sicher das title-Attribut und nicht das title-Tag ;-) Das Problem beim title-Attribut ist dass man erst den Mauszeiger über den Link bewegen und dann auch noch kurz warten muss. Da kann man auch gleich in die Statuszeile gucken, in der ja dann das Linkziel steht.
attribut oder tag - ist hierbei doch relativ irrelevant.
aber richtig, ich meine den title="xyz". alternativ könnte man sich ja auch was mit overlib schaffen, welches dann sofort angezeigt werden würde.
oder aber, wie andernortens gesehen - weiß leider nimmer, wo: externe links sind mit anderen css-format belegt als interne - also wäre ein unterstrichelter link IMMER extern, ein ungestrichelter, standard-#ff0000-farbiger immer intern.
und für die selbstschreiberlinge geht das dann auch gern mit nem alternativen html-tag (z.b. <url></url> oder <ext></ext>, usw.)
cu, w0lf.
Ich denke, es kommt auch besonders auf die Gestaltung der Icons an. Wenn man sie verwendet, sollten sie sich natürlich leicht in den Text einfügen können, damit sie beim Lesen nicht so stören.
Besonders störend sind die Icons, wenn sie sich in Farbe und Linienstärke sehr vom Text unterscheiden. In deinem Beispiel auf dieser Seite sind das ja so "Bollen", die stechen natürlich raus.
In dem Zusammenhang finde ich auch die Frage interessant, wie man die Icons für PDF-Dokumente etc. gestalten sollte. Sollte man das Adobe-Logo verwenden? Sollte man es farbig lassen? Sollte man sich vielleicht etwas anderes ausdenken?
Ich habe auf meiner Website bloß "PDF" reingeschrieben, nicht sonderlich kreativ, aber ich finde, es lenkt am wenigsten ab und gibt am deutlichsten die gewünschte Information.
Doch hat jemand eine bessere Idee?
Schöne Grüße,
Linda
Hallo
Erstmal Frohe Weihnachten :-)
Wollte nur fragen, ob sich hier irgendwann nochmal was tut!?
Grüße, Gerd
Hallo,
gibt es eigentlich irgendwo eine Übersicht für diese Kennzeichnungen? So etwas wie einen Quasi-Standard?
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