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Archiv: Dezember 2004


30.12.2004

Really Bad User Interfaces

Golden Rules by SAP AG

Durch meinen Beitrag Simplicity is not dead bin ich auf zwei interessante Artikel von Gerd Waloszek (Product Design Center der SAP AG) bzw. einen kompletten Themenbereich »Simplification« innerhalb der lesenswerten SAP Design Tidbits gestoßen: What Does »Simple« Mean? und Anti-Simplification – How to Make Life Harder for Users.

Von dort komme ich auf die Golden Rules for Bad User Interfaces mit zunächst zehn solcher Regeln. Waloszek startete die Reihe schon im Oktober. Dabei fällt mir auf, dass Stefan Karzauninkat seine Goldenen Regeln für schlechtes HTML aktualisiert hat – und mittlerweile bei siebzig angekommen ist. Gibt es noch mehr solcher oder ähnlicher »Golden Rules« im Web?

Marcus Völkel | 30.12.04 | Usability | Trackbacks: 0 |

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22.12.2004

Blogs @ 21C3

Die Konferenzblogger kommen – diesmal zu dritt

In nur wenigen Tagen ist es soweit: Der 21. Chaos Communication Congress findet vom 27.-29.12.2004 im Berliner Congress Center am Alex statt. 21C3 ist ein dreitägiger Kongress über Technologie, Gesellschaft und Utopien mit einer Unmenge spannender Vorträge, Workshops und Rednern.

Als Europäische Hackerkonferenz hat der CCC (dieses Jahr vielversprechende 23 Jahre alt geworden) unter dem Motto »the usual suspects« auch die Blogger zu sich geladen. Neben dem offiziellen 21C3-Weblog aggregiert zwoop.de die Feeds aller Blogs, die im 21C3-Wiki aufgeführt sind.

Dort finden sich auch die Konferenzblogger wieder, die nach der diesjährigen Ulmer Informatik und den Contentmanager Days 2004 auf dem 21C3 zum dritten Mal auftreten. Beate Paland hat diesmal Ralf Graf vom Netzbuch an ihrer einen Seite – und mich an der anderen. Ich freue mich sehr darauf und bin wie Datenadel Tim Pritlove wohl nicht der einzige, der gespannt ist, was dabei herauskommt.

Mac-User freuen sich insbesondere über den 21C3-Fahrplan im iCal-Format, der in den nächsten Tagen sicher nochmals aktualisiert wird.

Marcus Völkel | 22.12.04 | Netzwelt | Trackbacks: 0 |

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10.12.2004

Simplicity is not dead.

Das Klare gegen das Einfache

»Man sollte alles so einfach wie möglich machen, aber nicht einfacher.«
Albert Einstein

Jason Fried schreibt im 37signals-Weblog Signal vs. Noise:

Simplicity is dead. [...] What really matters is clarity. Clarity in visual design. Clarity in copywriting. Clarity in purpose, mission, and statement. Clarity allows someone to »get it« while simplicity only allows someone to »see it«.

Und weil man bei 37signals die Basecamp-Signup-Seite, um die es hier geht, iterativ und nutzerorientiert optimiert, hat man dort die alte Seite durch eine neue Seite respektive Einfachheit durch Klarheit ersetzt. Glaubt man.

Ich halte das für einen Fehler. Aber weil ich die Arbeiten von 37signals kenne, würde ich wetten, dass binnen zwei bis vier Wochen die neue Seite durch eine andere ersetzt wird, die Einfachheit mit Klarheit vereint. Vielleicht verbunden mit einem Statement à la »Simplicity is dead. Not.« Wer wettet dagegen?

Das erinnert mich an Markus Breuer, der sich vor kurzem in gewohnt ausführlich-ausholender Art mit der Balance zwischen Nutzer-Anforderungen und -Fähigkeiten und daraus resultierendem, übersimplifizierten Design auseinandersetzte und dabei auf Andrei Herasimchuks (designbyfire) Please make me think verwies: »Should everything be so damned obvious all of the time?«

In einem aktuellen Kundenprojekt sehen wir uns verstärkt mit dem feinen Unterschied zwischen Klarheit und Einfachheit im Informations-/Interaktionsdesign konfrontiert: Viele User sind frustriert, verärgert oder schieben sich selbst die Schuld zu, wenn sie Informationen nicht sofort finden oder nutzen können. Ebenso viele User sind allerdings mindestens genauso abgeschreckt von komplex dargestellter Information. Der Königsweg, nämlich die Balance zwischen Einfachheit und Klarheit, führt über einen schmalen Grad. Oft wird in dieser Situation der Fehler gemacht, ein als zu komplex bewertetes Erscheinungsbild zu reduzieren – auf Kosten einer klaren Struktur. Ist das ein Teufelskreis?

Was dabei klar wird: Einfachheit ist natürlich nicht tot. Und steht vor allem in keiner Weise gegen die Klarheit. Aber sie geht mit ihr auch nicht (klar und einfach) Hand in Hand.

Simpel sollte nicht mit einfach verwechselt werden, billig nicht mit Effizienz. Nutzer sind keine DAUs. Aus dem Einfachen entsteht Klarheit. Oder?

Ja, ich glaube an die zeitlose Gültigkeit von »Keep it short and simple« (und eben nicht »Keep it simple, stupid!«). Vielleicht ist dies aber auch ein Grundsatz, der zugunsten des Akronyms KISS entstand und eigentlich viel lieber »Keep it short, simple, and clear« hatte heißen wollen (vielleicht ist das aber auch klar zu einfach Binsenweisheit). Und ich glaube an Andreas Borcherts neun Thesen über Das Einfache, der darin vor fast einem Jahrzehnt unter anderem schrieb:

Das Einfache ist nicht das Primitive, das Simple oder Ländliche; vielmehr ist das Einfache ein Produkt des kollektiven Nachdenkens und Entstehens. Somit ist das Einfache das Reifgewordene, die reife Frucht eines meist langen Prozesses.

... was Antoine de Saint-Exupéry im Geiste Einsteins wesentlich pointierter und vor allem prozessorientierter ausdrückt, ohne sich der Worte klar und einfach zu bedienen:

Ein Text ist nicht dann vollkommen, wenn man nichts mehr hinzufügen kann, sondern dann, wenn man nichts mehr weglassen kann.

Was nicht nur auf Texte zutrifft.

Marcus Völkel | 10.12.04 | Usability | Trackbacks: 0 |

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09.12.2004

SubEthaEdit Conference Kit

Noch effizienter kollaborativ arbeiten

Für meinen Lieblings-Editor SubEthaEdit von den Coding Monkeys gibt es jetzt endlich das SEE Conference Kit. Es enthält ein schickes Notes-Template, ein Conference.mode-Plugin »featuring technicolor highlighting and navigation« und ein AppleScript, das Safari-Inhalte in einem neuen SEE-Dokument im Conference-Modus öffnet. Großartig!

Das nur 128 kb kleine Diskimage ist so schnell installiert wie heruntergeladen. Danach kann man das SEE-Menü »Modus > Modus umstellen > Conference« mit dem dazugehörigen Notes-Template nutzen – selbstmurmelnd kooperativ-kollaborativ über Rendezvous oder Internet mit weiteren Teilnehmern. Ein Klick auf »Ablage > Export«, und schon kann man das komplette Dokument in validem XHTML 1.0 Strict für sich und andere veröffentlichen. Über das AppleScript aus dem Conference Kit kann der Inhalt einer solchen HTML-exportierten Seite wieder im Conference-Modus geöffnet werden.

SubEthaEdit Conference Kit, via fscklog.

SubEthaEdit ist übrigens in meinen Augen exakt das Tool, das noch gefehlt hat, um in unserer internen Kommunikation E-Mails und somit vor allem Spam fast überflüssig zu machen (in Kombination mit Plattformen wie Wikis, Blogs, Intra-/Extranet und einem IM-Service wie dem XML-basierten Jabber). Wie produktiv man auf diese Weise arbeiten kann, beschreibt Kristian Köhntopp in seinem Beitrag Firma mit Blogs (via Martin Röll, Mitarbeiter-Journale mit Blogs).

Marcus Völkel | 09.12.04 | Apple Mac | Trackbacks: 0 |

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07.12.2004

Handbuch: Open Content Licenses

PDF- und Online-Version über 19 Open-Content-Lizenzen

Florian Cramer, Piet Zwart Institute Rotterdam:

»Ein (englischsprachiger) Guide to Open Content Licenses ist soeben erschienen und bietet vermutlich erstmals einen systematischen Überblick über das Thema, einschließlich praktischer Entscheidungshilfen zu 19 verbreiteten Open Content-Lizenzen wie der GNU Free Documentation License, der Open Music License, den Creative Commons-Lizenzen und vielen mehr. Der Autor Lawrence Liang ist Rechtsexperte und Mitglied des Alternative Law Forum Bangalore.

Das Buch steht unter der Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike-Lizenz frei zur Verfügung. Eine PDF-Version der originalen Satzdatei kann unter der Adresse http://pzwart.wdka.hro.nl... [Anm.: PDF, 636 kb] heruntergeladen werden. Als standardkonforme, barrierefreie XHTML-Website steht die Publikation unter der Adresse http://pzwart.wdka.hro.nl... im Netz.«

via de.org.ccc

Marcus Völkel | 07.12.04 | Netzwelt | Trackbacks: 1 |

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Perfect World...

Just a Quote.

»In a perfect world... spammers would get caught, go to jail, and share a cell with many men who have enlarged their penisses, taken Viagra and are looking for a new relationship.«

status404.de via PlasticThinking via Perun via Jabber mit Alp Uckan.

Marcus Völkel | 07.12.04 | Netzwelt | Trackbacks: 0 |

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05.12.2004

Game Over. Insert Coin.

Zockende Bankomaten in Bad Waldsee

Außer Betrieb. Bild: CCC UlmManch ein Bank-Computer entpuppt sich als Marvin mit echt fantastisch atemberaubend menschlicher Persönlichkeitsstruktur. Was nicht ganz unverständlich ist.

Degradiert zu einem Abfallprodukt pseudokybernetischer Inteltechnik, das sich nicht beweisen kann, sondern tagein, tagaus nichts weiter zu tun hat als Kontoauszüge auszudrucken – da bleibt einem Computer mit solch immenser Intelligenz nicht viel anderes übrig, als auf ewig manisch-chronisch-nörgelig depressiv zu werden, seine Schaltkreise durchglühen zu lassen oder eine Partie Schach mit irgendwelchen dahergelaufenen Hackern zu spielen. Was ihm natürlich weder Spaß noch Kurzweil bereitet. Aber die Genugtuung, die Bank auf diese subversive Weise ohne Schank- und Spielgenehmigung zu unterminieren, befriedigt ihn vielleicht wenigstens ein wenig.

Marcus Völkel | 05.12.04 | Diverses | Trackbacks: 2 |

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02.12.2004

21C3 Kongress-Fahrplan

21. Chaos Communication Congress – The Usual Suspects

Ungewöhnlich früh online, der Kongress-Fahrplan anlässlich des 21. Chaos Communication Congress 21C3 in verschiedenen Formaten. Teilnehmer aus dem alten Datenadel wie Tim Pritlove, Peter Glaser, Joi Ito, Jimmy Wales, Tim Starling und die Sowieso-Usual-Suspects wie Lars Weiler, Felix von Leitner oder Andy Müller-Maguhn versprechen dieses Jahr spannende theoretische wie praxisbezogene Vorträge, Workshops und Projekte (nicht nur) rund ums Hacking. Mein Powerbook und ich sind dabei: Ich freue mich auf meinen ersten und letzten ganz total privaten Kongress in diesem Jahr.

21C3 Chaos Communication Congress, 27. bis 29. Dezember 2004 im Berliner Congress Center am Alex.
(via 21C3 Weblog)

Marcus Völkel | 02.12.04 | Diverses | Trackbacks: 1 |

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