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web-blog.netUsability Inside.

Netzwelt

08.10.2004

Alles-Tester.de unseriös

Über das Geschäftsgebahren von alles-tester.de (Saphir GmbH)

Wer dieses Blog schon ein wenig länger liest oder sich mein About ansieht, weiß, dass ich für ein Berliner Unternehmen arbeite, das sich auf Usability-Beratung und -Engineering spezialisiert hat (scoreberlin GmbH). In der Natur der Sache liegt es daher, dass wir unter anderem auch Usability-Testing anbieten. Dabei untersuchen wir mit einer bestimmten Anzahl sogenannter Probanden Websites und Software unserer Auftraggeber. Die Probanden erhalten dafür die BVG-Tickets erstattet und eine Aufwandsentschädigung, die höher als der übliche Standard-Nebenjob-Stundenlohn ist.

Um diese Probanden oder Testpersonen zu akquirieren, gibt es unterschiedliche Wege. Mal kommen die Teilnehmer über den Kunden, mal aus der Zweiten Hand, mal werden Fußgänger von draußen reingeholt. Als sich im Frühjahr die Anfragen nach Usability-Tests häuften, stellten wir ein Bewerbungsformular für potenzielle Berliner Probanden online, das ich unter anderem auch hier im Weblog bewarb. Bis Anfang Oktober nahmen wir auf diese Art mehrere tausend Probanden manuell in unserer Datenbank auf. Anschließend nahmen wir das Formular vorläufig vom Netz.

Auch das Arbeitsamt, Zeitungen mit Job-Tipps und sogenannte »Geschäftsidee«-Erzeugnisse berichteten darüber. Ich wunderte mich also nicht, als irgendwann immer mehr Referrer über die Website alles-tester.de zu uns kamen. Wirklich merkwürdig kam mir die Sache erst vor, als sich die täglichen Anrufe bei uns häuften, die explizit nachfragten, ob wir auch »niemandem ein Zeitungs-Abo aufdrücken würden« oder ob den Anrufern etwaige Kosten entstünden.

Weiterlesen: Alles-Tester.de unseriös.

Marcus Völkel | 08.10.04 | Netzwelt | Trackbacks: 1 |

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07.10.2004

Zur Freiheit von Links II

Alvar Freude in erster Instanz verurteilt

Update zur Freiheit von Links: Wie soeben in Simons Blawg nachzulesen, schloss sich heute das Amtsgericht Stuttgart in einer noch nicht rechtskräftigen Entscheidung der Auffassung der Staatsanwaltschaft an, dass Alvar Freude in volksverhetzender Weise rechtsradikale Propaganda verbreitete – indem er sie in einem satirischen Beitrag verlinkte (s.a. Links und Recht(s) – Behörden und Justiz verirren sich im Internet). »Hinreichende Rechtfertigung durch staatsbürgerliche Aufklärung, Kunst, oder auch Meinungs- und Informations(zugangs)freiheit sehe es nicht«, schreibt Blawger Walter Simon.
[ via Handakte WebLAWg ]

Noch ein Update: Auf heise online berichtet Mario Sixtus ausführlicher über den Fall und seine Hintergründe.

Marcus Völkel | 07.10.04 | Netzwelt | Trackbacks: 0 |

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Chaos-Seminar in Ulm

Richard M. Stallmann über Gefahren von Softwarepatenten

Der CCC Ulm veranstaltet am 4. November 2004 in der Universität Ulm ein Chaosseminar mit Richard M. Stallmann: »The Danger of Software Patents – Gefahren der Softwarepatente«. Stallmann ist (als einer der bekanntesten Verfechter freier Software) Präsident der Free Software Foundation und Gründer des GNU-Projekts.

In seinem Vortrag will Stallmann vor allem darauf eingehen, dass Softwarepatente die Softwareentwicklung behindern und inwieweit die Konsequenzen nicht nur Unternehmen, sondern auch den ganz normalen User betreffen.

Das Chaosseminar beginnt am 4.11.04 um 19 Uhr in der Uni Ulm, 028/H22. Der Eintritt ist frei. [ via de.org.ccc ]

Siehe auch Gefahr in Verzug: Softwarepatente, FFII, Logikpatente in Europa, Software-Patente? Demnächst auch hinter Ihrer Haustür.

Marcus Völkel | 07.10.04 | Netzwelt | Trackbacks: 0 |

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04.10.2004

Onlinekurs Patentführerschein

Kostenlose Fortbildung »Patente an Hochschulen«

Mit dem Patentführerschein bieten die Zenit-Tochter Provendis GmbH und das Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht der Uni Münster allen Patentrechts-Interessierten eine virtuelle Fortbildung an. Der Online-Kurs »Patente an Hochschulen« ist kostenlos.

Acht Kapitel können sowohl online als auch offline bearbeitet werden. An jedes Kapitel schließen sich Zwischenfragen an, deren richige Beantwortung zur Teilnahme an einem optionalen Abschlusstest berechtigt. Mindestens 16 von 20 richtig beantwortete Fragen führen schließlich zu einem Zertifikat.
via MEX-Blog

Marcus Völkel | 04.10.04 | Netzwelt | Trackbacks: 0 |

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29.09.2004

Zur Freiheit von Links

Eine Empfehlung des W3C zum Deep Linking im WWW

Aus aktuellem Anlass: Einer grandiosen Farce gleich wird dem Designer und Medienkünstler Alvar C.H. Freude vorgeworfen, rechtsradikale Propaganda dadurch zu verbreiten, dass er verweisende Links auf diese setzt (ungeachtet des Nutzungskontextes; hier geht's zum betreffenden Artikel: Nazis sind nur der Anfang: Rechtsextremismus als Rammbock für Internet-Regulierung?). Alvar Freude ist u.a. Gründer von Odem.org, eine Initiative für Informationsfreiheit und gegen Internet-Zensur.

Die Technical Architecture Group (TAG) des W3C hat vor ziemlich genau einem Jahr die Empfehlung Deep Linking in the World Wide Web veröffentlicht. In der Einführung heißt es:

The conclusion is that any attempt to forbid the practice of deep linking is based on a misunderstanding of the technology, and threatens to undermine the functioning of the Web as a whole. The two chief reasons for this are:

A Web Address ("URI," or "URL") is just an identifier. There is a clear distinction between identifying a resource on the Web and accessing it; suppressing the use of identifiers is not logically consistent. [...]

Und wenige Absätze weiter:

The only purpose of a URI is to identify a Web resource. It is basic to the architecture of the Web that URIs may be freely interchanged, and that once one knows a URI, one may pass it onto others, publish it, and attempt to access whatever resource it identifies. There is a clear distinction between identifying a resource and accessing it. It is entirely reasonable to control access to a resource, but entirely futile to prevent it being identified.

Das Dokument schließt mit dem Fazit:

The Web is at the risk of damage. The hypertext architecture of the Web has brought substantial benefits to the world at large. The onset of legislation and litigation based on confusion between identification and access has the potential to impair the future development of the Web.

Der Prozess gegen Alvar Freude und die Freiheit von Links und ihrer Veröffentlichung beginnt am 7. Oktober 2004 im Amtsgericht Stuttgart, Hauffstraße 5, 70190 Stuttgart, um 12 Uhr in Saal 305. Die Verhandlung ist öffentlich.

Marcus Völkel | 29.09.04 | Netzwelt | Trackbacks: 0 |

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25.09.2004

WLAN-Suche via Handy

Wo ist der nächste Hotspot?

Ein neuer Mobilservice von map24.com: Schickt man eine SMS mit dem Kennwort WLAN + Postleitzahl (z.B. »WLAN 10117«) oder WLAN + Straße + Hausnummer + PLZ (z.B. »WLAN Oranienburger Str. 40 10117«) an die Nummer 82098, erhält man den nächstgelegenen WLAN-Hotspot via SMS direkt aufs Handy: Name, Straße, Telefon und eine grob geschätzte Entfernung werden gesendet. Um den nächsten abzurufen, antwortet man schlicht mit dem Buchstaben »m« für »mehr«. (Jede SMS kostet 0,49 Euro. Weitere Services lassen sich mit der Kombination MAP24 L abrufen.)

Zwar finden sich in meiner unmittelbaren Nähe über meinen WLAN-Scanner mindestens ein Dutzend, teilweise offene und unverschlüsselte WLANs. Die map24-SMS behauptet jedoch, der nächstgelegene Hotspot befinde sich in einem Café erst 300 Meter von mir entfernt. Flugs mit der SMS-Antwort »m« die nächsten drei weiteren abgerufen (15 Hotspots befänden sich in meiner Nähe, teilt die SMS mir mit). Offenbar handelt es sich lediglich um T-Com-Hotspots. Zumindest stimmen die vier Daten überein.

Fazit: Ausbaufähig, aber jetzt schon nicht unnützlich. 49 Cent für eine SMS sind zwar happig, aber solange man Hottschpotts findet...

Marcus Völkel | 25.09.04 | Netzwelt | Trackbacks: 0 |

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22.09.2004

PGP und GnuPG

Sicherer mailen

Wer nun seine Mails signiert, wird auch sehr bald auf die Thematik Verschlüsselung mit PGP/GnuPG stoßen (z.B., weil man in einem fremden/offenen WLAN plötzlich fremde T-Online-E-Mails in seinem eigenen Mail-Programm abruft. Gut, wenn der eigene Provider SSL-Verschlüsselung unterstützt.).

Auch das ist alles gar nicht so kompliziert, wie man vielleicht denken mag. Da andere sich schon ausgiebig damit beschäftigt haben, hier einige praktische Links:

Weitere Links sind selbstverständlich willkommen.

Marcus Völkel | 22.09.04 | Netzwelt | Trackbacks: 1 |

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E-Mails digital signieren

So klappt's mit fast jedem Mail-Client – auch unter Mac OS X

Diese Anleitung bezieht sich auf die Installation eines ein Jahr gültigen, digitalen X.509-Class-1-Zertifikats über den Hamburger Anbieter TrustCenter. Dieses Zertifikat ist für Einzelnutzung oder Privatkunden kostenlos.

Die Installation verlangt zwar nach Windows, aktiviertem Javascript und ActiveX und sollte deshalb laut Anbieter mit MS Internet Explorer oder Netscape Communicator durchgeführt werden. Mit dieser Anleitung klappt die Installation aber auch unter Mac OS X, beispielsweise mit Safari oder Camino (mit Mozilla 1.7 traten Probleme auf). Wahlweise kann man die erstellten Zertifikate auch in seinen Schlüsselbund oder (soweit unterstützt) Mail-Client importieren.

  1. www.trustcenter.de aufrufen.
  2. rechts auf »Zertifikats-Services: Beantragen« klicken.
  3. Auf »Für die private Nutzung« klicken, solange man zunächst lediglich einen Test beabsichtigt oder das Zertifikat nur für sich nutzt.
  4. Nun auf »TC-Express: Zum Ausprobieren der Verschlüsselung und des Signierens von E-Mails« klicken.
  5. Im gelben Kasten »Jetzt beantragen«.

Unter Windows IE: Nacheinander die vier Trustcenter-Klassen im Browser installieren. Unter Mac OS X (z.B. Camino, Firefox oder Safari) diesen Punkt einfach überspringen, sonst geht es auf der Folgeseite nicht weiter.

Nun folgt die SSL-verschlüsselte Eingabe der Daten.

  1. Diese bestätigt man mit einem Notfall-Passwort und wählt dabei eine möglichst hohe Schlüssellänge aus (2048).
  2. Mit dem Abschicken des Antrags wird ein Schlüssel erzeugt.
  3. Nun erhält man eine E-Mail von trustcenter.de, die noch bestätigt werden muss.
  4. Daraufhin erhält man eine weitere E-Mail, die die Ausstellung des Zertifikats bestätigt. Durch Klick auf den mitgesandten Link wird das Zertifikat über den genutzten Browser installiert (es muss sich dabei um denselben Browser handeln, über den das Zertifikat beantragt worden ist).

In OS X wird das Zertifikat im Schlüsselbund abgelegt. Um nun ausgehende E-Mails digital zu signieren, öffnet man (hier am Beispiel Entourage 2004) in Entourage > Kontoeinstellungen die betreffende E-Mail-Adresse, für die das Zertifikat erstellt worden ist, klickt auf Bearbeiten und wählt im Fenster den Reiter Sicherheit an. Hier lässt sich nun das Signaturzertifikat auswählen. Hat man schon mehrere Zertifikate für verschiedene Mail-Adressen, aber unter demselben Namen im Schlüsselbund abgelegt, kann man über Auswählen > Zertifikat anzeigen das richtige Zertifikat auswählen. Wichtig: Ein Zertifikat, das für eine bestimmte Mail-Adresse erzeugt worden ist, sollte auch nur unter dieser genutzt werden, da es sonst zu einer Fehlermeldung beim Empfänger kommt.

Alle ausgehenden Nachrichten standardmäßig digital signieren kann mit einem Haken ausgeführt werden. Tut man dies nicht, weil man nur bestimmte Nachrichten signieren möchte, muss vor dem Versenden der betreffenden Nachricht Optionen > Sicherheit > Nachricht digital signieren angeklickt werden.

Eine so signierte Mail trägt automatisch auch den öffentlichen Schlüssel des Versenders mit sich. Moderne Mail-Clients können Antwort-E-Mails an den Versender mit diesem Schlüssel signieren und verschlüsseln. Der Mail-Client entschlüsselt diese Mail schließlich wieder on-the-fly.

Marcus Völkel | 22.09.04 | Netzwelt | Trackbacks: 1 |

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14.07.2004

Web.de sucht Linux-Guru

You know where you want to go tomorrow

An diesem Stellenangebot kann man sich eine Scheibe abschneiden. Die Web.de AG sucht einen Linux-Guru:

Duties:

Minimum Requirements:

Optimum Requirements:

Zum kompletten Stellenangebot inklusive Chiffre-Nummer und Bewerbungs-Link: Linux-Guru.

Marcus Völkel | 14.07.04 | Netzwelt | Trackbacks: 0 |

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22.10.2003

Martins JobBlog

Empfehlenswert: Diese Leute suchen einen Job.

»Diese Leute suchen einen Job. Und sie sollten einen bekommen.« Denn in Martins JobBlog stehen Stellengesuche von guten Leuten. Dass das so ist, dafür verbürgt sich Martin Röll mit seinem Ruf und seinem Namen – schließlich kennt er die vorgestellten Menschen persönlich und weiß, weshalb sie gut sind. Das ist Glaubwürdigkeit und Authentizität pur. Diesem Blog und den darin vorgestellten Personen wünsche ich den größtmöglichen Erfolg.

Weiterlesen: Martins JobBlog.

Marcus Völkel | 22.10.03 | Netzwelt | Trackbacks: 0 |

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19.08.2003

Versteckte Vorteile

Internet in der Praxis

MEX: »Solange das Internet eine volltransparente Anhäufung von Mängeln und Unzulänglichkeiten darstellt, die nur mit Fach- und Hintergrundwissen und Erfahrung zu umschiffen sind, können wir es uns gründlich abschminken, Einsteigern von den versteckten Vorteilen zu überzeugen.«

Wolfgang Flamme im MEX-Blog: Internet in der Praxis. Was sein Vater erleben müsste, wenn Wilfried ihm das Internet erklärte. Amüsant und erkenntnisreich. Lesen!

Marcus Völkel | 19.08.03 | Netzwelt | Trackbacks: 0 |

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05.08.2003

Kreative Suchmaschinen-Optimierung

Verbrannte Gästebücher

Guestbook-Spamming Galore: Was ein Suchmaschinen-Optimierer (SEO) so alles im Laufe seines Arbeitstages entdeckt, geht auf keine Kuhhaut – äh, Pixel: 1.500 Links in einem (!) Gästebucheintrag, 13.600 ausgehende Links auf einer 1,7 MB dicken, einzelnen Seite. Bitte nicht zuhause nachmachen. Und wer HTML zulässt: Immer mal die Links prüfen. (Für Birthe: Gerald ist übrigens der Mensch, der schon seit Ewigkeiten mit den Keywords Suchmaschinen Optimierung auf Platz 1 bei Google ist. ;-)

Marcus Völkel | 05.08.03 | Netzwelt | Trackbacks: 0 |

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