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Jakob Nielsen, die zweihundertste

Nielsen veröffentlicht heute die 200. Alertbox

Herzlichen Glückwunsch, Dr. Nielsen! Seit 1995 veröffentlicht der User's Advocate und Usability-Guru regelmäßig seine Gedanken und Kolumnen über Benutzerfreundlichkeit im Web. Heute erscheint die zweihundertste Ausgabe auf useit.com. Zeit für eine (nicht nur) statistische Retrospektive: 300.000 regelmäßige Leser, 30 Millionen Page Views, ein unerschütterlicher Google-Platz-Eins und die Erkenntnis: Relevante Beiträge zu archivieren macht Sinn. In diesem Sinne: Ich freue mich auf die nächsten zweihundert!

Nielsens Beiträge und Studien sind nicht unumstritten. Dass er zweifelsohne dennoch eine HCI-Koryphäe ist, beweisen seine öffentlichen Auftritte (die einzige Möglichkeit, ihn live zu erleben, ohne von seinem Beratungsunternehmen ein maßlos überzogenes Tageshonorar von angeblich 20.000 US-Dollar in Rechnung gestellt zu bekommen). In Kürze ist Nielsen wieder in der Nähe; und auch wenn er nur einen einstündigen Vortrag hält, ist die Veranstaltung zumindest für mich ein Must (via Max Scheugl).

Am 4. Dezember 2003 spricht Nielsen abends in Graz auf dem AT21 Kongress der Österreichischen Computer Gesellschaft OCG. Die Anmeldung ist ab dem 4. November online möglich.

Marcus Völkel | 29.09.03 | Usability 


 

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Kommentare

Ist ja ganz nett, daß Nielsen bis heute durchgehalten hat, aber er ist für mich so modern und interessant wie Noelle-Neumann für die Wahlforschung. Der kann man auch nur zuhören, wenn man auf Anekdoten schielt, aber nicht auf Erkenntnisse.

Man schaue sich mal die Seite von Jakob Nielsen an und sage dann, ob dieser kerl sich wirklich erlauben darf, über andere herzuziehen.

Alles, was ich bilang von ihm gelsen oder gesehen habe, ist sch...
Der Kerl ist wirklich keine Figur, an der man sich ausrichten kann. Zeldman hingegen hat Ahnung !

Jens (a.k.a. Flocke)

schrieb am 30.09.2003 | 9:10


Man schaue sich mal die Seite von Jakob Nielsen an und sage dann, ob dieser kerl sich wirklich erlauben darf, über andere herzuziehen.


Sowas wollte ich gerade auch schreiben. So eine Seite verlasse ich nach 1 Sekunde.

schrieb am 30.09.2003 | 10:10


Ich glaube, viele seiner Gedanken vor allem aus den letzten Jahren hätten mehr Gewicht, wenn Nielsen sich nicht selbst so unglaublich in den Vordergrund stellen und über den grünen Klee loben würde. Wahrscheinlich deshalb hat es sich gerade in Europa ziemlich ausgeguruht, was seine Person betrifft.

Auf der anderen Seite gäbe es ohne ihn den Bereich der Web Usability wohl gar nicht so, wie wir ihn heute kennen. Unmengen von Methoden, Verfahren und Instrumenten entstammen Nielsens Hirn, das wird einfach zu gerne vergessen. Und natürlich sind auch Personen wie Zeldman stark von ihm beeinflusst - was ja noch lange nicht heißt, dass man nicht ab und an über Nielsen herzöge. Und das wiederum liegt in erster Linie an seiner Vorgehensweise (man könnte auch Masche sagen). Seine "Studien und Erkenntnisse" sind in Wirklichkeit und bei näherer Betrachtung eigentlich keine. Um zu diesen Zugriff zu erlangen, muss man ihn wohl schon selbst buchen...

Spätestens seit der Adobe-Macromedia-Geschichte ist Nielsen für ziemlich viele Menschen ziemlich unglaubwürdig geworden. Nichtsdestoweniger sind seine Ergebnisse immer wieder interessant und diskutierenswert - weil sie nicht selten den Überraschungseffekt ausnutzen, das Gegenteil dessen zu sagen, was man erwartet. Man sollte sie bloß nur nicht zu sehr auf die Goldwaage legen.

Und egal, was er am 4.12. in Graz erzählen wird - der Abend wird sicher ein Hit ;-)

schrieb am 30.09.2003 | 10:43


I do not understand German, unfortunately, but I think it's curious that you use the word usability! I'm sure the French would create their own word for this ;)

schrieb am 30.09.2003 | 19:13


Hi Michael,
that's just because the French have a better relationship with their language than we do. And by the way: we are the best americans outside the US thanks to post-war re-education. It is unfortunately true that English is becoming more and more improtant in Germany even in cases where no native-English-speaker would understand us. We are talking about a Handy meaning a mobile phone. Lufthansa is selling "body bags" meaning a "Rucksack", a word which is imported from German in English.
Curious, isn't it ? But this is "off-topic" as we would say in German "Internettie-Speech" ;-)

schrieb am 30.09.2003 | 21:49


nielsen find ich gut :) nielsen ist ein spalter - die einen lieben ihn und die anderen regen sich auf.

fuer mich ist die arroganz das schlimmste, inhaltlich gefaellt er mir, aber ich habe oft genug auch eine andere meinung. aber der "erfolg des einfachen" und "der kunde ist koenig" sind gute maximen, nur weicht er manchmal selber krass von seinen eigenen maximen ab. seine website ist ne zumutung, und benutzt keine bilder, alles wegen dem kunden resp. besucher, aber wehe wenn es an sein ego geht. seine buecherseite http://www.useit.com/jakob/webusability/ schmeisst einen tot mit unmengen von schlecht eingescannten bildern und unnoetigen bytezahlen. und da wo ne grafik wirklich mal was bringen wuerde, naemlich zur veranschaulichung von statistiken, da laesst er es bleiben.

ich hatte da mal vor 1,5 jahren wegen angefragt, ein nettes maedel hat auch gesagt sie gaebe die anregung weiter, aber der meister hat es ja anscheinend nicht noetig auf den kunden zu hoeren oder ihm zu erklaeren warum oder warum nicht. das ist die eher peinliche seite des master of usability.

schrieb am 01.10.2003 | 16:57


 

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