Wieder da
Luxemburgerli, Flugzeuge und mehr
Neulich noch gescholten, mittlerweile wirklich überrascht: Germania. Habe ich die alten Boeings nur murrend in Kauf genommen, weil die Tickets unschlagbar günstig sind, freute ich mich umso mehr über nagelneue Fokker-100-Maschinen. Für langbeinige und tinnitusgeschädigte Menschen wie mich ein echter Traum – Beinfreiheit oooohne Ende und der ruhigste Flieger, der mich je mitgenommen hat (der lauteste und kälteste war eine winzige, einpropellerige Cessna 208, die mich zu meinem letzten Winterurlaub an die Algarve und zurück geflogen hat. Ein Abenteuer: Flughöhe 300 bis 1.500 Meter über Grund, in 2.000 Metern Höhe rechts an den Alpen vorbei, der Sonne entgegen).
No better way to fly
Mittlerweile gibt es sogar Bordservice bei der Germania, allerdings nicht inklusive: Ein Euro für absolut ungenießbaren Kaffee, ein Euro fünfzig für ein frisches, leckeres Vollkornbaguette. Wenn man sich überlegt, dass im Flughafen Tegel eine einzelne Toastschnitte (ungetoastet) mit einer halben Scheibe Gouda drei Euro fünfzig kostet...
Notiz: Die Lufthansa merkt tatsächlich nicht, wie lächerlich sie sich mit ihrem voll austauschbaren Me-too-Claim »There's no better way to fly« macht.
Zürich
Neun Grad wärmer als in Berlin. Auf dem Flughafen habe ich mich darüber geärgert, keine Kamera dabei gehabt zu haben. Notiz: Beim nächstenmal unbedingt den EC-Kreditkarten-Fahrschein-Automaten fotografieren, der mich so fertiggemacht hat.
Schweizer Luxemburgerli lieben gelernt (sie haben es nicht einmal bis über den deutschen Luftraum geschafft). Von der Axpo-Projektleitung zum »Han Mongolian Barbecue« eingeladen worden - warum gibt es sowas nicht in Berlin? Offenheit und Herzlichkeit genossen wie schon lange nicht mehr. Begeisterte Kunden sind ein echter Kick. Erfahrung: In schweizer Konzernen »darf« man wohl begeistert, locker, natürlich und menschlich sein. Hierzulande scheint das immer öfter über die Corporate Identity und die Anwesenheit von Vorgesetzten geregelt zu werden.
München
Und ich dachte immer, nur die Berliner hätten wenig Stil.
Berlin
Kleiner Schock, als ich hier am Humannplatz zu Fuß um die Ecke biege und ohrenbetäubender Rotorlärm mich aus der Spätsommerlethargie reißt: Direkt vor mir, auf dieser winzigen Straßenkreuzung Erich-Weinert Ecke Gudvanger, landet ein großer gelber ADAC-Hubschrauber (heißen die eigentlich alle Christoph?). Wieder geärgert, keine Kamera dabeizuhaben. Menschenauflauf innerhalb von Sekunden. Alte Menschen mit Oberschenkelhalsbruch werden per Helikopter transportiert, erfahre ich.
Hamburg
Im Auto nach Hamburg gefahren; fast nostalgisch geworden bei der Erkenntnis, dass mir Autofahren einmal Freude bereitet hatte (dieser olle NDR-Radiosender trug auch seinen Teil dazu bei). Hat man mir am Vormittag noch zu verstehen gegeben, wie sehr man sich »über den realistischen Festpreis« gefreut hatte, höre ich am Nachmittag nur wenige Kilometer weiter, dass ich teuer wäre. Nur mühsam die spontane Antwort verkniffen, man sei wohl eher auf der Suche nach billigen Praktikanten und Studenten: Wer verdienen will, muss auch mal investieren können. Notiz: In Zukunft auch auf kleinere Gespräche besser vorbereiten.
Niederlande
Habe ich leider verschieben müssen. Dafür seit Jahren wieder das erstemal Bremen gesehen. Demnächst mehr.
Dann wieder Berlin. Über neue Daily Errors in meinem Posteingang amüsiert, besonders den zweiten von Beate Paland. Bald also online: Ikea, Comdirect, Bausch & Lomb und so einige andere. Dann habe ich ein Siemens SL55 bekommen, mich dabei wie ein kleiner Junge mit neuem Spielzeug gefühlt. Jetzt klappt das auch mit der Kamera (wahrscheinlich finde ich jetzt aber keine Motive mehr; wann landet schon ein Hubschrauber vor meinen Augen). Was allerdings die mobile Daten-Übertragungsgeschwindigkeit betrifft, ist mein S40 mit HSCSD leider noch immer unübertroffen. Heute: Aufgrund einer kleinen Mannheimer Auftragsschwemme alle Macs und vor allem das heißgeliebte kleine iBook aufgerüstet.
Mannheim
Die febit AG baut den ersten vollautomatischen Genanalyse-Computer weltweit. Das fantastische Teil heißt geniom one, ist über einen Kubikmeter groß und sieht aus wie von Aliens gebaut. Es beantwortet ortsunabhängig jede gewünschte genetische Fragestellung ohne Zeitverlust. Dafür gab's den deutschen Innovationspreis, sich überschlagende Wissenschaftler und Vorbestellungen ohne Ende. Und für uns einen aufregend spannenden Kunden. Seit über einem Jahr arbeiten wir in den Bereichen Software Usability, GUI-Design, Beratung und technische Dokumentation zusammen.
Dieses Wochenende freue ich mich über viel Ruhe, zwei weckerfreie Tage, leckeres Essen und vielleicht über einen schönen Kinofilm (wer hat einen Tipp?)
Ach, übrigens: Das war ein Tagebuch-Eintrag ;-)
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Kommentare
Die febit-Seite ist _RICHTIG_ schön, bin mal gespannt, wann die geklaut wird ;-)
Nur in 800x600 auf meinem kleinen alten Satellite wirkt's 'n bissel unhandlich.....
Dagegen das Apax-Web...also näh, wenn die auch nur halb so aufgeschlossen und sympathisch sind, wie Du geschrieben hast, solltest Du den Schwyzern etwas lebendiger gestaltend zur Seite stehen - so isses doch 'n Stück weit (...) dröge.
Beste Grüße vom Saarstrand
Marcus
Nun, leider darf ich dazu nicht viel sagen, außer: Es wird sich eine Menge ändern :-)
Oh, Verzeihung! Habe inzwischen auch gemerkt, dass Du derzeit noch gar nicht verantwortlich zeichnest... *peinlichberührtdreinschau*
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