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Quo vadis, WWW?

Seit kurzem gibt Google unter ein und derselben URL unterschiedliche Inhalte aus - je nach IP des Besuchers

Googl»Das Ende des WWW« tituliert KerLeone in seinem Artikel eine Beobachtung, die erst bei näherer Betrachtung ihre Bedeutung offenbart:

Man gebe einfach www.google.com in seinen Browser ein. Es erscheint zwar tatsächlich Google in englischer Sprache. Aber es ist nicht die Google-Seite, die Amerikaner, Italiener oder Indonesier zu sehen bekommen. (...) Damit gibt es für einen Großteil der Deutschen keine Möglichkeit mehr, die echte amerikanische Google-Seite aufzurufen, außer über Proxy-Dienste.

Mosaikum via Martin Röll ]

Bedenklich dabei ist, dass unterschiedliche Inhalte offenbar IP-gesteuert ausgegeben werden, ohne dass der User einen Einfluss darauf hat. Und schon ist es vorbei mit der universalen Zugänglichkeit im Web.

Suchmaschinen tragen eine hohe Verantwortung, sobald sie so stark frequentiert werden wie Google. Sie tragen einen hauptsächlichen Teil mit dazu bei, Vertrauen ins Web aufzubauen. Doch wie sieht es aus mit ihrer Vertrauenswürdigkeit?

Am 24. April 2003 trafen sich Vertreter von Hewlett-Packard, Overture, Google und ConsumerReports, um in einem ersten »Gipfeltreffen der Vertrauenswürdigkeit im Internet« ( Klaus Patzwaldt ) dieses brisante Thema zu diskutieren. Veranstalter war Consumer Webwatch, eine amerikanische Verbraucherschutzorganisation.

Matt Cutts, Software-Engineer bei Google, erwähnt dabei die an Tim Berners-Lee angelehnte Unternehmensphilosophie:

We want to organize the world's information and make it universally accessible and usable,
um wenige Sekunden später ein ganz persönliches Statement abzugeben:
And that's been a very fun thing to work on, because you really get to feel like you're making a difference in the world.
Natürlich, man kann das interpretieren wie man will. Aber trotzdem: Au weia, Google. Quo vadis?

Consumer WebWatch's First National Summit on Web Credibility, Search Engines Panel: Transkript der Diskussion

Marcus Völkel | 16.06.03 | Netzwelt 


 

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Kommentare

Schöner Zusatzfund, dieses Zitat!

schrieb am 16.06.2003 | 13:22


Wenn man Google über das Opera-Suchfensterchen aufruft, landet man weiterhin bei google.com. ;-)

schrieb am 16.06.2003 | 14:25


 

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