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Eyetracking und Web2.0-Usability

Web2.0 User Experience in der Digital Attention Economy

Mein Artikel über die Methode, Eyetracking mit qualitativem Usability-Testing mittels Morae zu kombinieren, ist als Case Study auf der TechSmith-Website (englisch) veröffentlicht worden. Die Rückmeldungen sind allesamt positiv und interessiert. So weiß ich mittlerweile, dass neuerdings diese Methode in leicht abgewandelter Form in Googles Usability-Lab eingesetzt wird; auch einige Universitäten haben schon reagiert. Dieses Wochenende werde ich versuchen, die Mails zu beantworten, die mich bislang zu diesem Thema erreichten.

Die Möglichkeiten modernen Eyetrackings scheinen im Bewusstsein der Usabiliteers angekommen zu sein – auch wenn sich einige Usability-Professionals selbst 2006 noch auf Argumente aus den Neunzigern versteifen, weshalb Eyetracking keine praktikable Lösung sei. Dass es sich mit Eyetracking nicht um die Lösung, sondern um ein Werkzeug im Methoden-Mix handelt (und dort eine gewaltig große Lücke stopft), wird dabei geflissentlich ignoriert oder verdrängt. It's a tool, not the solution.

Wie sehr gerade Rapid Development und Flash-, AJAX- oder Web2.0-Entwickler, -Designer und -Betreiber von dieser komplexen Methode profitieren, möchte ich demnächst (vielleicht auf einem lokalen WebMontag?) vorstellen. Gerade Themen wie Web2.0 in Verbindung mit Accessibility werfen nicht nur neue Fragen auf, sondern öffnen in meinen Augen auch neue Spannungsfelder zwischen Usability, User Centered Design und User Experience.

Spaß, Joy-of-Use, Hedonismus, Ästhetik und Nutzerakzeptanz erhalten auf Web2.0-Plattformen mehr Gewicht als jemals zuvor. Dort, wo Web1.0-Strukturen und die Page-Impression-Denke verlassen worden sind, sollten sich auch Usability-Ansätze und altbewährte Konventionen neu orientieren: weg von zeitfressenden, teuren und realitätsfernen Verfahren, hin zu pragmatischen, prozessorientierten Real-Time-Ansätzen. Agile Lösungen, die qualitative, quantitative und apparative Methoden kombinieren, können dabei helfen. Und je eher sich die nutzerorientierte »Digital Attention Economy« mit der bislang eher introvertierten Web2.0-Entwicklergemeinde vermählt, umso besser.

Marcus Völkel | 10.06.06 | Usability 


 

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