Kein Vertrauen in E-Shops
Online-Shops kämpfen mit Vertrauensdefiziten
Weil sie die Waren vor dem Kauf weder prüfen noch begutachten können, verweigert jeder zweite Surfer den Einkauf im Web (das haptische Problem, nichts in der Hand halten zu können, hält sie vom Kauf ab). Jeder Dritte behauptet, mit den Angeboten realer Geschäfte zufrieden zu sein (was in meinen Augen lediglich ein vorgeschobenes Argument darstellt). Rund 30 Prozent hingegen haben Angst vor Datenmissbrauch (was nicht unbegründet ist; P3P und Datenschutzbeauftragte sind in deutschen Unternehmen noch immer Fremdwörter). 28 Prozent kaufen nicht online, weil sie Beratung und Service vermissen (was unter anderem eine Frage der Content Usability ist: Ein Haufen Ausrufezeichen, austauschbare Schlagwörter und am Kunden vorbeischießende Selbstbeweihräucherung machen nicht wirklich einen Kaufreiz aus).
Einen Vorteil haben hingegen bekannte Shops (sie genießen einen Vertrauensvorschuss und profitieren von ihrer Bekanntheit). Und je mehr Erfahrung die Surfer mit dem Web haben, umso eher kaufen sie auch online ein (Abgebrühtheit und Skrupellosigkeit steigt proportional zur Dauer der Gesamt-Online-Aktivität an). Das erklärten heute die Consultants und Analysten der Mummert Consulting AG, die gemeinsam mit der Universität Karlsruhe die repräsentative Studie zum Zahlungsverhalten der Verbraucher (IZV 6) erstellt hat. Es wurden 10.604 Surfer befragt.
Noch vor einer Woche wollte ich Consultant werden und Leuten erzählen, was sie eh schon wissen, aber jetzt will ich Analyst werden und für sinnlose Studien Geld kassieren.
Trackbacks
Trackback-URI für diesen Eintrag:
http://www.web-blog.net/pingserver.php?p=tb&id=45
Trackbacks:
Für diesen Eintrag gibt es keine Trackbacks.Pingbacks
Kommentare
© M. Völkel 2003-2008, some rights reserved | PGP-Key | Impressum
XHTML 1.0 Strict, Valid CSS.

