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web-blog.netUsability Inside.

Archiv: Juli 2006


03.07.2006

Web2.0 und Extreme Usability

Präsentation: XU/UX im agilen Entwicklungsprozess

Neulich habe ich bei einem Kunden einen launigen Kurzvortrag über »Extreme Usability« (XU) und User Experience (UX) in der agilen Web-Entwicklung gehalten. Die Präsentation, die ich dafür gebastelt habe, kann man sich jetzt als PDF (2,5 MB) oder Quicktime-Movie (2,8 MB) ansehen.

Rapid/Agile/Extreme Usability bedient sich (agilen Methoden nicht unähnlich) an bewährten Best-Practice-Beispielen. Das Gebiet ist sehr jung und es gibt noch nicht viel darüber zu lesen. Der Begriff entstand aus der Kombination von Usability und Extreme Programming (XP). XU beschreibt ein Verfahren, das Usability und verwandte Methoden in iterativ-agile Entwicklungsprozesse integriert. Usabiliteers werden dabei in die beteiligten Teams nach Art des Extreme Programming (XP) eingebunden; sprich fachübergreifend, interdisziplinär werden alle Beteiligten in alle Prozesse involviert.

Ich weiß nicht, inwieweit die Präsentation verständlich ist für jemanden, der nicht anwesend war, da einige Folien ohne Audiospur doch etwas aus dem Zusammenhang gerissen wirken könnten. Der englische Text (eventuell bald auch auf deutsch) ist kurz, einfach und leicht verdaulich. Die Entwickler bei diesem Kunden kommen aus der Agile-Development-Ecke und arbeiten an einigen Web2.0-Projekten. Nun wird überlegt, wie Usability und echte User in agile Prozesse integriert werden können. Wie iterative Usability-Tests alltagstauglich und bezahlbar und extern und schnell durchgeführt werden können. Der Vortrag gibt darauf keine pauschale Antwort, sondern zeigt mögliche und pragmatische Lösungswege aus dem theoretischen und akademischen Teufelskreis: Als Praktiker und Usabiliteer meine ich, man muss kein Methoden-Know-how haben, um sie penibel einzuhalten, sondern um beurteilen zu können, wann und wo man den methodisch vorgezeichneten Weg verlässt. Tiefes Methodenwissen hilft natürlich ungemein dabei, nicht unstrukturiert vorzugehen und organisatorische Fehler sowie konzeptionelle Unsicherheiten zu vermeiden.

Fernab traditioneller Methoden und Normen (in dem Zusammenhang drängt sich ISO 13407 förmlich auf, wobei sich XU mehr als Philosophie denn Verfahren darstellt) verlangt Usability2.0 schließlich nach nutzerzentrierten Ansätzen, die die Anforderungen berücksichtigen, welche neue Technologien und Produkte ihren Anwendern abverlangen: Technologies change, so do users. »Extreme Usability« schließt mit der intensiven Einbeziehung echter Nutzer die Lücke der »unbekannten Variable« im agilen Entwicklungsprozess.

Marcus Völkel | 03.07.06 | Usability | Trackbacks: 0 |

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