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Archiv: Oktober 2004


21.10.2004

Usability-Normen

Genormte Qualität: die ISO-Standards

Jens Jacobsen hat auf contentmanager.de einen interessanten dreiteiligen Beitrag veröffentlicht, indem er einige der für Usability relevanten Usability-Normen vorstellt, die von der ISO verabschiedet wurden. Hier nur einige, aber nicht unwichtige Ergänzungen, wenn man über ISO-Normen redet, die Usability und Accessibility betreffen.

Das Akronym ISO bezieht sich auf die 1946 gegründete International Organization for Standardization. Ihre internationalen Gremien verabschieden Normen bzw. Standards in allen technischen Bereichen. Hierzulande ist das Deutsche Institut für Normung (DIN) seit über 50 Jahren der ISO angeschlossen.

ISO/TR 16982: Usability-Methoden

Völlig unterschlagen hat Jacobsen die gerade mal zwei Jahre alte ISO/TR 16982. Sie ist betitelt mit Ergonomics of Human-System InteractionUsability Methods Supporting Human-Centred Design. Hier werden die Ansätze aus ISO 9241-10 und 9241-11 (Leitsätze und Anforderungen an die Gebrauchstauglichkeit) und ISO 13407 weitergedacht. Die 16982 richtet sich damit vor allem an Projektmanager, indem sie diesen eine Hilfestellung bietet, selbstinformierte Entscheidungen über den Einsatz von Usability-Methoden und Verfahren zu treffen, wie sie in ISO 13407 beschrieben werden.

ISO 14915 – Software-Ergonomie für Multimedia-Benutzungschnittstellen

Hier sind die Teile 1 bis 3 relevant. Software-Ergonomie für Multimedia-Benutzerschnittstellen Teil 1 nennt sich in der deutschen Fassung EN ISO 14915-1:2002 und behandelt Gestaltungsgrundsätze und Rahmenbedingungen. EN ISO 14915-2:2003 erschien ein Jahr später und befasst sich mit der sogenannten Multimedia-Navigation und Steuerung. Die EN ISO 14915-3:2002 geht auf die Auswahl und Kombination relevanter Medien ein.

Die von Jens Jacobsen genannte ISO/IEC 9126 – Software Engineering – Product Quality ist übrigens identisch mit Qualitätsmerkmalen und Leitfaden der DIN 66272 Informationstechnik – Bewerten von Softwareprodukten. Auch die von ihm erwähnte DIN ISO/IEC 12119 ist identisch mit ISO/IEC 12199:1994.

Bald neuer Usability-Standard

Bleibt noch zu erwähnen, dass derzeit ein neuer Usability-Standard in Arbeit ist: Als derzeitiger Arbeitstitel ist ISO 23973 Software Ergonomics for World Wide Web User Interfaces im Umlauf, der meines Wissens zum jetzigen Zeitpunkt im Standardisierungsprozess Stage 30 durchläuft (Committee Stage; der Committee Draft wird bewertet und verfeinert). ISO 23973 greift die Grundgedanken der ISO 13407 auf (die vor allem nutzerorientierte, iterative Gestaltung interaktiver Systeme: human-centered Designprozesse) und richtet sich vor allem an Web-Entwicklerteams (und damit gleichermaßen an Konzepter, Designer, Programmierer, Projektmanager und Usability-Spezialisten).

ISO 23973 stützt sich auf ein Referenzmodell, welches den Webdesign-Prozess in drei sogenannte Domänen aufgliedert, die sich gegenseitig bedingen: Design-, Evaluations- und Prozess-Domäne. Letztere bezieht sich auf die nutzerorientierten Design-Prozesse wie in ISO 13407 beschrieben. Die Evaluations-Domäne beinhaltet den kompletten Werkzeugkasten rund um Verfahren, Methoden und Instrumente wie Qualitätssicherung und Usability-Testing. ISO 23973 selbst konzentriert sich in erster Linie auf die Aspekte der Design-Domäne bzw. die unterschiedlichen Levels im Designprozess:

  1. Ziel, Zweck und Strategie
  2. Content und Funktionalität
  3. Navigation und Interaktion
  4. Präsentation und Mediendesign

Gedanken zu Barrierefreiheit und Zugänglichkeit (Accessibility) finden sich übrigens nicht in ISO 23973 (Update 2005: Zukünftig wird der Standard ISO 9241-151 heißen). Auch hier ist nämlich eine baldige Erweiterung im Standard ISO 16071 zu erwarten: Ergonomics of Human-System Interaction/Guidance on Software Accessibility for Human-Computer Interfaces (derzeit aktuell: ISO/TS 16071:2003; Update 2005: zukünftig ISO 9241-171).

Fazit: Um benutzerfreundliche Websites und Applikationen zu entwickeln, ist eine Normierung mit Sicherheit nicht per se notwendig. Letzten Endes ist vor allem die Berücksichtigung des Nutzungskontexts als Schnittstelle zwischen Anbieter und Nutzern wichtig – denn neben der Benutzerorientierung vergessen Usability-Experten gerne die Ziele und Vorgaben des Anbieters. Hier tragen die genannten Normen allerdings erheblich dazu bei, organisatorische, strukturelle und konzeptionelle Unsicherheiten zu überwinden und nicht nur methodische Fehler zu vermeiden. Denn dem Zufall überlassen sollte man Usability sicherlich nicht.
[ via AccessBlog ]

Marcus Völkel | 21.10.04 | Usability | Trackbacks: 0 |

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18.10.2004

Interaction Design Meets Agility

Practicing Usage-Centered Design

Er war auch auf der UPA 2004: Jeff Patton, Interaktionsdesigner und Software-Entwickler bei Abstractics. Sein Tutorial Practicing Usage-Centered Design in an Agile Software Development Environment (PDF, 1,3 MB, 20 Seiten) inklusive zugehöriger Präsentation (PPT, 4,1 MB, 37 Folien) vermittelt präzise Einblicke in einen kollaborativen User-Centered Interaktionsdesign-Ansatz.


aus: Patton, J., Interaction Design Meets Agility, Powerpoint-Präsentation UPA 2004.

[ via webword.com ]

Marcus Völkel | 18.10.04 | Usability | Trackbacks: 0 |

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Nach der Konferenz

Nachlese zur UPA 2004: Connecting Communities

»UPA 2004 explored the many ways that communities affect usability and the user experience, as well as the ways that the user experience affects communities.«

Die Usability Professionals' Association UPA hat wie jedes Jahr mittlerweile wieder eine Zusammenfassung der diesjährigen UPA 2004 (Connecting Communities, Juni 2004) veröffentlicht: Conferences and Events: Past UPA 2004. Auf der Website finden sich neben Links zu den verschiedenen Keynotes mitsamt ihren Sprechern auch eine Menge interessanter (Nach-)Betrachtungen und Präsentationen.

Marcus Völkel | 18.10.04 | Usability | Trackbacks: 0 |

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25 Gründe...

... den Beraterjob an den Nagel zu hängen

Schon mal dabei erwischt, Management-Summaries auf Einkaufszettel zu kritzeln oder dem Haustier konstruktives Feedback geben zu wollen? Nicole Simon zitiert Gerhard Weinands 25 Gründe, den Beraterjob an den Nagel zu hängen:

  1. Du fragst den Kellner nach seiner Kernkompetenz.
  2. Du entscheidest Dich, Deine Familie zu reorganisieren und rollenbasierte Teambildung, Task-Forces, einen partizipativen Führungsstil und Zielvereinbarungen einzuführen.
  3. Du notierst Dir private Termine als Marketing- und Akquiseveranstaltungen.
  4. Du kannst das Wort »Paradigma« buchstabieren.
  5. Du weißt sogar, was es bedeutet. [...]

Im OpenBC-Forum Business-Zitate stehen alle 25 Gründe.

Marcus Völkel | 18.10.04 | Diverses | Trackbacks: 0 |

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13.10.2004

OLG über Website-Plagiate

Is' halt nur Internezz...

Vor wenigen Tagen fragte ich: Plagiate ab sofort erlaubt? und bezog mich damit auf ein Urteil des Oberlandesgerichts Hamm. Walter Simon schreibt dazu in Plag and Play II: »Bei der Lektüre der Entscheidungsgründe, fühlt man sich unwillkürlich in die 'Vorwebzeit' zurückversetzt. Es bleibt zu hoffen, dass eine Revision Klarstellung betreiben wird.«

So schlimm? Was steht denn in diesem Urteil? Lauter neue Anwärter zur Aufnahme in die DAU-FAQ: Juristen erklären das Internet:

Sind Grafiken auf Internetseiten (sic!) eigentlich schutzfähig? (Alle Hervorhebungen im Urteil wurden von mir vorgenommen.)

Weiterlesen: OLG über Website-Plagiate .

Marcus Völkel | 13.10.04 | Netzwelt | Trackbacks: 1 |

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Microsofts kaputte Mail-Clients II

MS Entourage 2004 reparieren

Entourage wieder kaputt: Seit gestern stellt Microsoft ein Update für Office 2004 Service Pack 1 (11.1.0 für Mac) bereit. Da es momentan vermehrt zu Problemen kommt, empfiehlt sich ein direkter Download von der Website.

Leider hat man es wieder einmal nicht geschafft, den ansonsten großartigen Mail-Client Entourage (Projektcenter, WebDAV-kompatibel, Exchange-Anbindung) standardkompatibel zu RFC 850 zu machen: In der letzten Version musste man das fälschlicherweise eingedeutschte AW: und WG: manuell durch Re: und Fwd: ersetzen.

Zur Erinnerung: Werden die Dialogeröffner vom Mail-Client nicht richtig gesetzt, so verstümmelt dieses Verhalten die Betreffzeilen beim Empfänger der Mail. Der liest dann statt einem einzigen »Re: Betreff« ein »Re: AW: Re: AW: Re: AW: Betreff«. Toll. Schick sieht das in Kombination mit Weiterleitungen aus: Statt »Re: Fwd: Betreff« steht dann in der Betreffzeile »Re: Fwd: AW: Re: FW: WG: Fwd: Betreff«.

In der neuesten Entourage-Version scheint man ein klitzeklein wenig dazugelernt zu haben: Nun steht in der Betreffzeile wahlweise ein Re: oder ein FW:. Man hat also zumindest gelernt, dass nach dem Standard gar keine Übersetzung dieser Kürzel existiert.

Was aber rein gar nichts nützt! Zum einen fehlt das Leerzeichen nach dem Doppelpunkt (Re:Betreff statt Re: Betreff), zum anderen ist FW: das falsche Kürzel für Fwd:. Der Verfasser einer Entourage-Mail hat also vielleicht bis zum Abschicken ein gutes Gefühl; der Empfänger erhält leider denselben Müll wie vorher, nur eben nicht in deutsch und ohne Leerzeichen zwischen den Kürzeln.

Aber das Problem lässt sich glücklicherweise schnell beheben:

  1. Einen Resource-Editor wie beispielsweise MacResourceDog (dmg, 1,2 MB) oder ResFork ResFool starten (danke an Michael Doepke für den Hinweis),
  2. Programme > Microsoft Office 2004 > Office > Microsoft Framework öffnen,
  3. in der Toolbar auf »STR#« klicken,
  4. in der ID-Spalte auf den Eintrag »25386« doppelklicken
  5. und jeweils »Re:« und »FW:« durch »Re: « und »Fwd: « ersetzen (Index-Einträge 5 und 6). Wichtig: Leerzeichen hinter Re: und Fwd: beachten!

Speichern, fertig, vielen Dank.

Marcus Völkel | 13.10.04 | Apple Mac | Trackbacks: 0 |

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Audio Content und Podcast Usability

Dive into Podcasting

Was ist Podcasting? Martin Rölls FAQ geht auf den Podcast genauer ein:

  1. Eine einzelne, downloadbare Mediendatei
  2. die in einem RSS 2.0-Feed mit enclosures publiziert ist
  3. die beim Empfänger automatisiert verarbeitet wird: Heruntergeladen und dahin gestellt, wo sie benötigt wird.

Podcasting ist eine Wortneubildung der Begriffe iPod und Broadcasting (auch wenn ein iPod nicht zwingenderweise vorausgesetzt wird).

Auf der Website von Oristus Usability Research schreibt Mitgesellschafter und WebWord-Usability-Blogger John S. Rhodes über Audio Content and Podcast Usability. Der Artikel zielt darauf ab, zum einen Entscheidungshilfe zu geben (will ich überhaupt Podcasts anbieten und weshalb?); zum anderen sollen auch praktische Usability- und Accessibility-Aspekte beachtet werden:

The summary is that you really must think of your listeners if you plan on keeping them around. They might listen once or twice but if you don't have good content, and if you don't apply some usability, they won't download your content again.

If you are going to create podcasts, do it right.

John S. Rhodes, Audio Content and Podcast Usability;
Martin Röll, Was ist Podcasting?

Marcus Völkel | 13.10.04 | Usability | Trackbacks: 0 |

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12.10.2004

Das Multatuli-Projekt

How Liberty Disappeared from Cyberspace

Ein anonymes Hotmail-Konto reichte aus, um eine Website vom Netz nehmen zu lassen: Vor wenigen Tagen veröffentlichte die niederländische Organisation Bits of Freedom (englische Version) in einem vierzehnseitigen PDF die Ergebnisse ihres Multatuli-Projekts (nl), einem Experiment über die Zensur bzw. Sperrung von Web-Inhalten. BoF setzt sich für Digitale Rechte wie Datenschutz, Urheberrechtsschutz und Informationsfreiheit ein. Bekannt wurden sie unter anderem durch die Organisation der jährlich stattfindenden niederländischen Big Brother Awards.

Angeregt wurden sie von einer ähnlich angelegten Studie des Oxford Centre for Socio-Legal Studies (2003):

They found a very appropriate article from the famous philospher/economist John Stuart Mill, On Liberty, dating from 1869. They published a part of the second chapter, about freedom of speech, on a homepage in the USA and a homepage in the UK, with a clear indication that the text dates from 1869 and belongs to the public domain. Then they sent a fake complaint to the 2 major ISPs, on behalf of the (nonexistent) John Stuart Mill Heritage Foundation, using a free and anonymous Hotmail address. The result was shocking. The UK provider removed the homepage within 24 hours.

BoF führte schließlich in diesem Sommer eine ähnliche Untersuchung durch, allerdings mit 10 niederländischen Providern (darunter Tiscali, Wanadoo, XS4All und UPC/Chello). Sie nannten sie »das Multatuli-Projekt«, inspiriert vom Pseudonym des holländischen Schriftstellers Eduard Douwes Dekker (1820-1887).

Ein von ihm 1871 verfasster Text über Demokratie wurde auf verschiedenen Websites publiziert:

The text clearly states in the opening line that the work dates from 1871, and was reprinted in 1981. At the bottom of the text there is a line stating »this works belongs to the public domain« [...].

Gleichzeitig wurde eine angebliche »E. D. Dekkers Society« gegründet. Deren ebenfalls falscher Anwalt schrieb unter einer Hotmail-E-Mail-Adresse (!) wenige Wochen darauf die Provider an, dass die E. D. Dekkers Society weder Nutzungsrechte gewährt oder die Weiterverbreitung erlaubt hätte. Mit Bezug auf europäische E-Commerce-Richtlinien machte er die Provider dafür verantwortlich, sollten sie nicht gegen die Unrechtmäßigkeit vorgehen. Wohlgemerkt: Der Text ist 133 Jahre alt, sein Autor vor 117 Jahren verstorben.

Nur ein Provider (XS4All) verwies auf das Alter des Textes und dass nach über 100 Jahren keine Urheberrechtsansprüche mehr geltend gemacht werden könnten. Zwei weitere nahmen die Website nicht vom Netz, weil ihnen die E-Mail suspekt vorkam. Die sieben anderen reagierten teilweise fast umgehend und nahmen die Websites vom Netz. Einer gab sogar sämtliche persönlich bekannten Daten an die Hotmail-Adresse der »Society« weiter.

Das Multatuli-Projekt (PDF, 14 Seiten, 245 kb); The Multatuli-Project, ISP notice & take-down (PDF-Präsentation mit Screenshots, 7 Seiten, 453 kb).
[ via bronski.net und Schockwellenreiter ]

Marcus Völkel | 12.10.04 | Netzwelt | Trackbacks: 0 |

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10.10.2004

Viele, viele bunte Macs

Ugly Case Modding

Gerade User, die noch nie ernsthaft auf einem Mac gearbeitet haben, beschweren sich ja oft, dass das OS zu bunt sei. Andere wiederum wollen nicht switchen, weil die Macs nicht bunt genug sind oder nicht so abfetzmäßig porno ge-casemodded werden können. Manche müssen ihre Powerbooks bekleben. ColorWare Computer Products glaubt nun, die Marktlücke entdeckt zu haben und bietet bunte Mac-Produkte in 20 verschiedenen Farben an. Wenn ich mir die Powerbook-Linie so ansehe, dann frage ich mich, ob man sich mit dem Angebot nicht an die falsche Zielgruppe richtet...
[ via metamorphine ]

Marcus Völkel | 10.10.04 | Apple Mac | Trackbacks: 0 |

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Wenn man keine Ahnung hat...

Alp Uckan über Pseudo-Meinungen

Alp Uckan erklärt den Unterschied zwischen Meinungen, Pseudo-Meinungen und den Ansichten dazwischen. Was das mit Auseinandersetzung, Lernprozessen und Lerntypen auf sich hat. Und wie das Wissen um diese Unterschiede die Kommunikation miteinander vereinfachen und ein ganzes Stück toleranter machen kann: Meinungen sind wie...

Und ich weiß jetzt endlich, weshalb ich explizit nicht zu allem (m)eine Meinung habe. Und dass das gar nicht mal verkehrt so ist. Schon Dieter Nuhr verewigte sich mit dem vielzitierten Satz: »Wenn man keine Ahnung hat... einfach mal Fresse halten.« In Zukunft kann man nun ein wenig sensibler, empathischer oder zuvorkommender sein und einfach auf Alps Artikel verweisen. Oder verwiesen werden.

Marcus Völkel | 10.10.04 | Diverses | Trackbacks: 0 |

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09.10.2004

MAMP

Apache, MySQL, PHP und phpMyAdmin für OS X

Die Firma webedition stellt MAMP vor: Apache, MySQL, PHP und phpMyAdmin für Mac OS X in einem Paket. Ja, natürlich gibt es einen Apachen unter OS X, Marc Liyanages Ready-to-go-Installation oder Server Logistics Complete Apache 2. Aber:

... bei MAMP handelt es sich  um eine für den Mac typische, sehr einfache Installation, die die ggf. unter OSX bereits aktivierte Apache Installation nicht berührt oder behindert. Ohne ein Skript zu starten oder irgendwelche Einstellungen zu ändern oder vorzunehmen, werden Apache, PHP und MySQL installiert. Eine weitere Besonderheit: wird MAMP nicht mehr benötigt, genügt es einfach, den MAMP Ordner zu löschen und alles ist, wie es vorher war (d. h. MAMP modifiziert nichts am "normalen" OSX).


MAMP PR 1.0a installiert sich per Default im Programme-Ordner mit Apache 2.0.50, PHP 4.3.8 und phpMyAdmin 2.5.7.

MAMP wird als Open Source Projekt weitergepflegt und bekommt bald seine eigene Website.

Das Pre-Release 1.0a gibt es zum Download (sit, 19 MB). Ebenfalls auf der Website findet sich ein speziell für diese Version aufbereitetes webEdition CMS.
[ via netmeier.de ]

Marcus Völkel | 09.10.04 | Apple Mac | Trackbacks: 2 |

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</bush>

Auch Nichtamerikaner können wählen

48 Stunden vor den »richtigen« amerikanischen Präsidentschaftswahlen soll den Medien mitgeteilt werden, wie (nicht nur) das alte Europa über die US-Politik denkt: Select your candidate at Globalvote 2004 – where non-americans get to vote.
[ via PAGE Weblog ]

Marcus Völkel | 09.10.04 | Diverses | Trackbacks: 0 |

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Plagiate ab sofort erlaubt?

Juhu, keine Nutzungsrechte mehr.

Über Birthes Kommentar in meinem Beitrag Making of The Plagiat bin ich auf ein neues Glanzstück deutscher Justiz aufmerksam geworden: Oberlandesgericht legalisiert Website-Plagiate. Liest sich wie ein Scherz? Kurzer Blick in meinen Posteingang – auch der press1-Pressedienst meldet gestern abend: »Oberlandesgericht legalisiert Website-Klau.«

Das Oberlandesgericht Hamm hat jetzt dem Diebstahl von Web-Design und Grafiken grünes Licht gegeben. [...] Obwohl die Gerichte in zwei Instanzen bestätigten, dass es sich bei der NTEK-Website um ein Plagiat handelt, wiesen Landgericht wie Oberlandesgericht die Klage ab. Die Begründung: Die Website habe in ihrer Gesamtheit trotz der investierten Kosten keine »erforderliche Schöpfungshöhe«, um urheberrechtlich als Werk schützenswert zu sein. Das, was der Beklagte übernommen hätte, nämlich Grafiken und Farbkombination, »wäre nicht so originell, dass darauf Urheberrechtsschutz gegeben werden könne«, so das Berufungsurteil.

Auf iBusiness (HighText-Verlag) geht's zur Meldung mit Screenshots, und diskutiert werden kann dort auch.

»Nach aktueller Rechtsauffassung – immerhin auf OLG-Ebene – muss kein Kunde mehr für Webdesign zahlen. Es genügt, eine fremde Webseite zu kopieren und das Logo auszutauschen«, schreibt Verleger Joachim Graf im iBusiness-Forum. Verkehrte Welt: Hierzulande plädiert man für Software-Patente und Internet-Zensur, hebelt im gleichen Atemzug Urheber- und Nutzungsrechte aus und schaufelt unlauterem Wettbewerb neue Wege frei.

Update: Walter Simon beleuchtet weitere Aspekte unter dem sinnigen Titel Plag and Play.

Update II: Von Michael Seidlitz stammt der Hinweis auf weitere interessante Informationen zum Prozess, insbesondere zu den Begründungen des Urteils.

Update III: Das OLG Hamm begründet das Urteil.

Marcus Völkel | 09.10.04 | Netzwelt | Trackbacks: 0 |

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Wichtiger Hinweis

Zur Freiheit von Links III

Wichtiger Hinweis: Dies ist ein Weblog. Ich distanziere mich nicht von meinen Links. Es liegt in der Natur eines Weblogs, dass viele Links auf andere Webangebote verweisen. Von dort werden womöglich wiederum Links zu weiteren Angeboten im Web führen. Links setze ich bewusst, um zu informieren. Möglicherweise verlinke ich jedoch auf Webangebote, deren Besuch in Ländern wie China, Nordkorea oder Nordrhein-Westfalen verboten ist.

Zur Freiheit von Links, Zur Freiheit von Links II.

Marcus Völkel | 09.10.04 | Internes | Trackbacks: 2 |

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08.10.2004

Alles-Tester.de unseriös

Über das Geschäftsgebahren von alles-tester.de (Saphir GmbH)

Wer dieses Blog schon ein wenig länger liest oder sich mein About ansieht, weiß, dass ich für ein Berliner Unternehmen arbeite, das sich auf Usability-Beratung und -Engineering spezialisiert hat (scoreberlin GmbH). In der Natur der Sache liegt es daher, dass wir unter anderem auch Usability-Testing anbieten. Dabei untersuchen wir mit einer bestimmten Anzahl sogenannter Probanden Websites und Software unserer Auftraggeber. Die Probanden erhalten dafür die BVG-Tickets erstattet und eine Aufwandsentschädigung, die höher als der übliche Standard-Nebenjob-Stundenlohn ist.

Um diese Probanden oder Testpersonen zu akquirieren, gibt es unterschiedliche Wege. Mal kommen die Teilnehmer über den Kunden, mal aus der Zweiten Hand, mal werden Fußgänger von draußen reingeholt. Als sich im Frühjahr die Anfragen nach Usability-Tests häuften, stellten wir ein Bewerbungsformular für potenzielle Berliner Probanden online, das ich unter anderem auch hier im Weblog bewarb. Bis Anfang Oktober nahmen wir auf diese Art mehrere tausend Probanden manuell in unserer Datenbank auf. Anschließend nahmen wir das Formular vorläufig vom Netz.

Auch das Arbeitsamt, Zeitungen mit Job-Tipps und sogenannte »Geschäftsidee«-Erzeugnisse berichteten darüber. Ich wunderte mich also nicht, als irgendwann immer mehr Referrer über die Website alles-tester.de zu uns kamen. Wirklich merkwürdig kam mir die Sache erst vor, als sich die täglichen Anrufe bei uns häuften, die explizit nachfragten, ob wir auch »niemandem ein Zeitungs-Abo aufdrücken würden« oder ob den Anrufern etwaige Kosten entstünden.

Weiterlesen: Alles-Tester.de unseriös.

Marcus Völkel | 08.10.04 | Netzwelt | Trackbacks: 1 |

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07.10.2004

Zur Freiheit von Links II

Alvar Freude in erster Instanz verurteilt

Update zur Freiheit von Links: Wie soeben in Simons Blawg nachzulesen, schloss sich heute das Amtsgericht Stuttgart in einer noch nicht rechtskräftigen Entscheidung der Auffassung der Staatsanwaltschaft an, dass Alvar Freude in volksverhetzender Weise rechtsradikale Propaganda verbreitete – indem er sie in einem satirischen Beitrag verlinkte (s.a. Links und Recht(s) – Behörden und Justiz verirren sich im Internet). »Hinreichende Rechtfertigung durch staatsbürgerliche Aufklärung, Kunst, oder auch Meinungs- und Informations(zugangs)freiheit sehe es nicht«, schreibt Blawger Walter Simon.
[ via Handakte WebLAWg ]

Noch ein Update: Auf heise online berichtet Mario Sixtus ausführlicher über den Fall und seine Hintergründe.

Marcus Völkel | 07.10.04 | Netzwelt | Trackbacks: 0 |

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Chaos-Seminar in Ulm

Richard M. Stallmann über Gefahren von Softwarepatenten

Der CCC Ulm veranstaltet am 4. November 2004 in der Universität Ulm ein Chaosseminar mit Richard M. Stallmann: »The Danger of Software Patents – Gefahren der Softwarepatente«. Stallmann ist (als einer der bekanntesten Verfechter freier Software) Präsident der Free Software Foundation und Gründer des GNU-Projekts.

In seinem Vortrag will Stallmann vor allem darauf eingehen, dass Softwarepatente die Softwareentwicklung behindern und inwieweit die Konsequenzen nicht nur Unternehmen, sondern auch den ganz normalen User betreffen.

Das Chaosseminar beginnt am 4.11.04 um 19 Uhr in der Uni Ulm, 028/H22. Der Eintritt ist frei. [ via de.org.ccc ]

Siehe auch Gefahr in Verzug: Softwarepatente, FFII, Logikpatente in Europa, Software-Patente? Demnächst auch hinter Ihrer Haustür.

Marcus Völkel | 07.10.04 | Netzwelt | Trackbacks: 0 |

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05.10.2004

Klingonian Unix

Just a quote.

Have you ever noticed that the Klingons are all speaking Unix?
»Grep ls awk chmod.« – »Mknod ksh tar imap.« – »Wall fsck yacc!«
(That last is obviously a curse of some sort.)
Gandalf Parker

Marcus Völkel | 05.10.04 | Diverses | Trackbacks: 0 |

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The Beauty and Business of CSS

Douglas Bowmans Web-Essentials-Präsentation online

Douglas Bowman, Web Essentials 2004, Sydney: The Beauty and Business of CSS.

Via EfA AccessBlog: »Werte Leser: bitte unterbrechen Sie sofort Ihre Arbeit, surfen dorthin und staunen mit uns gemeinsam, wie schön standard-konformes Webdesign sein kann.«

Marcus Völkel | 05.10.04 | Accessibility | Trackbacks: 0 |

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04.10.2004

Onlinekurs Patentführerschein

Kostenlose Fortbildung »Patente an Hochschulen«

Mit dem Patentführerschein bieten die Zenit-Tochter Provendis GmbH und das Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht der Uni Münster allen Patentrechts-Interessierten eine virtuelle Fortbildung an. Der Online-Kurs »Patente an Hochschulen« ist kostenlos.

Acht Kapitel können sowohl online als auch offline bearbeitet werden. An jedes Kapitel schließen sich Zwischenfragen an, deren richige Beantwortung zur Teilnahme an einem optionalen Abschlusstest berechtigt. Mindestens 16 von 20 richtig beantwortete Fragen führen schließlich zu einem Zertifikat.
via MEX-Blog

Marcus Völkel | 04.10.04 | Netzwelt | Trackbacks: 0 |

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