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Archiv: September 2003


29.09.2003

Jakob Nielsen, die zweihundertste

Nielsen veröffentlicht heute die 200. Alertbox

Herzlichen Glückwunsch, Dr. Nielsen! Seit 1995 veröffentlicht der User's Advocate und Usability-Guru regelmäßig seine Gedanken und Kolumnen über Benutzerfreundlichkeit im Web. Heute erscheint die zweihundertste Ausgabe auf useit.com. Zeit für eine (nicht nur) statistische Retrospektive: 300.000 regelmäßige Leser, 30 Millionen Page Views, ein unerschütterlicher Google-Platz-Eins und die Erkenntnis: Relevante Beiträge zu archivieren macht Sinn. In diesem Sinne: Ich freue mich auf die nächsten zweihundert!

Nielsens Beiträge und Studien sind nicht unumstritten. Dass er zweifelsohne dennoch eine HCI-Koryphäe ist, beweisen seine öffentlichen Auftritte (die einzige Möglichkeit, ihn live zu erleben, ohne von seinem Beratungsunternehmen ein maßlos überzogenes Tageshonorar von angeblich 20.000 US-Dollar in Rechnung gestellt zu bekommen). In Kürze ist Nielsen wieder in der Nähe; und auch wenn er nur einen einstündigen Vortrag hält, ist die Veranstaltung zumindest für mich ein Must (via Max Scheugl).

Am 4. Dezember 2003 spricht Nielsen abends in Graz auf dem AT21 Kongress der Österreichischen Computer Gesellschaft OCG. Die Anmeldung ist ab dem 4. November online möglich.

Marcus Völkel | 29.09.03 | Usability | Trackbacks: 0 |

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27.09.2003

Software-Patente?

Demnächst auch hinter Ihrer Haustür.

Wissen, Information und Software sind das virtuelle Öl des 21. Jahrhunderts – dafür darf es keine Monopole geben. (Oliver Moldenhauer)

Dass Urheberrechte geschützt werden müssen, ist eine Notwendigkeit: Hier handelt es sich um etwas Geschaffenes, Vollendetes. Bald könnten Programmierer oder Autoren oder Designer gerichtlich belangt werden, weil sie etwas schaffen und vollenden. Nämlich dann, wenn allein die Idee dahinter schon patentiert worden ist.

»Hätte Haydn "eine Symphonie, dadurch gekennzeichnet, dass Klang [in erweiterter Sonatenform] erzeugt wird" patentiert, wäre Mozart in Schwierigkeiten gekommen.

Anders als das Urheberrecht können Patente eigenständige Schöpfungen blockieren. Softwarepatente können das Software-Urheberrecht aushebeln. Ein urheberrechtlich geschütztes Werk kann von Hunderten von Patenten belegt sein, von denen der Autor nichts weiß, für deren Verletzung er aber belangt werden kann. Manche Patente können unter Umständen nicht umgangen werden, weil sie sehr breit oder Teil eines Kommunikationsstandards sind.« (aus: FFII, Logikpatente in Europa)

Im Europäischen Patentübereinkommen steht zwar klar geschrieben, dass es keinen Alleinanspruch auf Ideen, Verfahrensweisen und Methoden geben kann (siehe unten, Artikel 52 EPÜ). Aber.

Mehr als 30.000 europäische Patente sind in den vergangenen Jahren auf Software-Ideen erteilt worden. Nichtsahnend, gedankenlos bedienen wir uns dieser Ideen tagein, tagaus: Scrollbalken, Hyperlinks, Navigationsmenüs, Geschäftsmodelle, Verfahren... Weil das ein Widerspruch ist, soll sich das ändern. Bald. Per Gesetz.

Software-Patente gehen uns eine Menge an. Bitte informiert euch. Und andere. Und unterzeichnet die Eurolinux-Petition für ein softwarepatentfreies Europa. ...

Weiterlesen: Software-Patente?.

Marcus Völkel | 27.09.03 | Diverses | Trackbacks: 0 |

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25.09.2003

Vodafone: Kunden? Egal!

ARGH! THE DAILY ERROR

How are you, Vodafone? Als Apple-User schämt man sich, bei euch Kunde zu sein. Denn wir sind euch offenbar total egal. Aber sowas von. Zumindest im Web. Im Gegensatz zu Debitel werden E-Mails an Vodafone überhaupt gar nicht erst beantwortet.

Man mag ja schon eure Shops in Real Life kaum betreten, in denen furchterregend parfümierte, fleischgewordene Fehlermeldungen bestenfalls Augen verdrehen können, sobald man ihnen Fragen stellt, die über den Horizont eines Fun-Tarifs hinausgehen. Wenn man jedoch das Pech hat, als Apple-Nutzer eure Website besuchen zu wollen, dann ist das, als würde jene Fehlermeldung schon vor dem Eingang warten: »Kunden sind uns zwar völlig egal, aber hier kommen Sie trotzdem nur rein, wenn Sie rote Nasenhaare und ein Faible für Arcor-Drückerkolonnen haben!!!1«

Weiterlesen: Vodafone: Kunden? Egal!.

Marcus Völkel | 25.09.03 | Daily Error | Trackbacks: 0 |

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10.09.2003

Wieder weg

On the road again

Bis zum 23. September bin ich wieder nur über E-Mail und mobil erreichbar. Bis dahin ist hier leider Sendepause. Doch heute ist nicht alle Tage – ich komm' wieder, keine Frage!

Links sind übrigens wieder einige Link-Empfehlungen hinzugekommen; wenn ich zurück in Berlin bin, werde ich meine Blogroll Alp Uckans opml2blogroll anvertrauen. Darüber hinaus kann natürlich auch hier gerne gestöbert werden – ein Anfang wären vielleicht die zwanzig meistgelesenen Beiträge auf Usability Inside: die Most Wanted.

Marcus Völkel | 10.09.03 | Internes | Trackbacks: 0 |

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09.09.2003

Usability: Eine Umfrage

Über die Effizienz von Usability-Tests

Michael Nussbaumer aus Basel studiert Multimedia Arts an der SAE Zürich. Im Rahmen seiner Degree-Arbeit befragt er Usability-Experten und Auftraggeber über den Erfolg oder Misserfolg von Usability-Maßnahmen. Heute hat er die Fragebögen online gestellt; noch bis zum 5. Oktober können Michaels Fragen beantwortet werden. Dazu benötigt es gerade mal zehn bis zwölf Minuten der geneigten Aufmerksamkeit.

Eine ähnliche Befragung zum Usability-Bewusstsein in deutschsprachigen Unternehmen hatten wir im vergangenen Jahr unter 243 Geschäftsführern und Projektleitern durchgeführt. Die Diplom-Psychologen Holger Möller und Andreas Kohl führen momentan für den HighText-Verlag eine Marktstudie durch: Usability-Dienstleister in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind in diesem Sommer zu ihren Methoden und Instrumenten befragt worden. Daraus wird ein Jahrbuch über Usability-Labs entstehen, das potenziellen Auftraggebern unter anderem einen Leitfaden zur Auswahl passender Anbieter in die Hand legt. Sobald es erschienen ist, werde ich berichten.

Marcus Völkel | 09.09.03 | Usability | Trackbacks: 0 |

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