Archiv: August 2003
30.08.2003
Alexander H. nervt
Prozess- und Vorgangsoptimierung: Dümmer klauen geht nicht. Leiter Vertrieb, Beschaffung, Organisation beschafft und organisiert Content klauenderweis bei akademie.de, ultimo, Köhler und Völkel.
Okay, mich nervt's wohl am meisten *): In Zukunft schreibe ich nichts mehr über Plagiate. Aber einen einzigen besonders dreisten Fall habe ich noch, denn es geht noch dümmer als hier oder hier. Alexander H., Leitung Vertrieb, Beschaffung und Organisation einer Neu Wulmstorfer Verpackungsfirma, konnte es nicht lassen. Statt eigene Gehirnzellen zu bemühen oder kreativ zu werden, zog er es vor, es genauso stupide zu machen wie schon andere vor ihm: Usability Inside besuchen, Styles kopieren, Code kopieren, ach, einfach alles kopieren, wird schon klappen (Achtung, lange Ladezeiten). Und weil das Foto und die Texte so hübsch sind, klaut man die gleich noch mit. Das versteht man in Buxtehude also unter Beschaffung, Organisation und Vertrieb.

Alexander H.s Plagiat meines Weblogs. Man beachte insbesondere das von mir gekaufte Sofabild oben links, das ihn nachweislich als Plagiator überführt.
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29.08.2003
Wieder da
Luxemburgerli, Flugzeuge und mehr
Neulich noch gescholten, mittlerweile wirklich überrascht: Germania. Habe ich die alten Boeings nur murrend in Kauf genommen, weil die Tickets unschlagbar günstig sind, freute ich mich umso mehr über nagelneue Fokker-100-Maschinen. Für langbeinige und tinnitusgeschädigte Menschen wie mich ein echter Traum – Beinfreiheit oooohne Ende und der ruhigste Flieger, der mich je mitgenommen hat (der lauteste und kälteste war eine winzige, einpropellerige Cessna 208, die mich zu meinem letzten Winterurlaub an die Algarve und zurück geflogen hat. Ein Abenteuer: Flughöhe 300 bis 1.500 Meter über Grund, in 2.000 Metern Höhe rechts an den Alpen vorbei, der Sonne entgegen).
24.08.2003
Unterwegs
Bye bye, Sommerloch
Momentan gibt es hier wenig zu lesen, weil ich nur sporadisch vor Ort bin. Einige Termine wurden verschoben, nun kommt alles zusammen: Drei Länder, vier Städte, ein Dorf – und nichts davon via Lufthansa.
Danach habe ich sicher eine Menge zu erzählen: von beleidigten Top-50-Werbeagenturen (danke für den Job), abergläubischen Vorständen, holländischen Eyetracking-Systemen, energischen Schweizern mit Zitteraal (Flash) und oldtimer-verliebten Hamburgern. Ganz besonders freue ich mich auf unsere Usability-Seminare in der Konzernzentrale der Zürcher Axpo-Energielieferanten und mein Treffen mit Dr. Stefan Wiskemann von 20six, der mich letzten Montag auf Empfehlung von Heiko Hebig anrief. Ich bringe Berliner Bonschen mit.
Bis dahin möchte ich gerne die geneigte Aufmerksamkeit ein wenig nach links lenken. Leider habe ich es noch nicht geschafft, eine vollständige Blogroll online zu stellen (Nachtrag: Das hat bald ein Ende, denn in der Zwischenzeit hat Alp Uckan opml2blogroll zur Verfügung gestellt). Zumindest finden sich dort einige empfehlenswerte Weblogs, die ich fast täglich lese. Einige kennt man, andere vielleicht nicht. Lesenswert sind sie alle allemal. In diesem Sinne: viel Spaß und bis bald!
21.08.2003
Debitel: Apple unerwünscht
Die Arroganz der Großen
Von einer frustrierten Debitel-Mobilfunk-Kundin wurde mir folgender Mailwechsel weitergeleitet. Da sie nur einen Mac hat, war es ihr nicht möglich, den Online-Kundenbereich zu nutzen. Stattdessen war sie gezwungen, die kostenpflichtige Kundenhotline anzurufen. Die Antwort von Debitel spricht Bände. Keine Anrede, kein Ansprechpartner, kein Name, nur 0180-Nummern und unpersönliche E-Mail-Adressen. Interessant ist auch, wie gekonnt überhaupt gar nicht auf die Kundin oder das Problem eingegangen wird. Die Kündigung der Kundin ist unterwegs.
Weiterlesen: Debitel: Apple unerwünscht.
20.08.2003
Noch'n Plagiat
Die UI-Coverversion feat. metamorphine a.k.a. Dee
Ich wurde schon wieder beklaut ;-)
Usability Inside wird sozusagen erneut zum Gegenstand detaillierter Betrachtung: Das schöne metamorphine-Weblog verwandelt sich zum Plagiatgedenkday. Sehr metamorphös!
19.08.2003
Usability Link-Hub
Usability-Test.net zieht um
Alp Uckans legendärer Usability Link-Hub, bisher bekannt als usability-test.net, ist umgezogen: bitte Bookmarks ändern! Seit 1998 sammelt, kommentiert und pflegt er Links rund um Hirnforschung, Mensch-Maschine-Interaktion und Barrierefreiheit – momentan sind es 362. Selbstredend gibt es den Link-Hub auch als RSS-Feed.
Versteckte Vorteile
Internet in der Praxis
MEX: »Solange das Internet eine volltransparente Anhäufung von Mängeln und Unzulänglichkeiten darstellt, die nur mit Fach- und Hintergrundwissen und Erfahrung zu umschiffen sind, können wir es uns gründlich abschminken, Einsteigern von den versteckten Vorteilen zu überzeugen.«
Wolfgang Flamme im MEX-Blog: Internet in der Praxis. Was sein Vater erleben müsste, wenn Wilfried ihm das Internet erklärte. Amüsant und erkenntnisreich. Lesen!
16.08.2003
Plagiat Again
Wie schreibt man dilettantisch? 4momo.de
Gestern von »Stammleser« eine E-Mail mit einem netten Hinweis auf ein Plagiat erhalten, heute via tutorials.de in den Referrern aufgetaucht: Man hat sich wieder mal bei Usability Inside bedient. 4momo nennt sich das Corpus Delicti. Leider ist Herr B. gerade im Urlaub und kann daher keinen Kommentar zu seinem Schmuckstück abgeben.
15.08.2003
Content Usability: Interview
Was können Texter für die Content Usability tun?
In eigener Sache: Bernd Röthlingshöfer von more brains veröffentlicht ein kleines Interview mit Marcus Völkel über Content Usability: »Vielen Anbietern wird einfach nicht klar, wie wichtig ihre Inhalte sind. Viele Web-Agenturen haben keinen Texter im Haus. Qualitätssicherung wird maximal in den Bereichen Technik und Funktionalität ernstgenommen. Viel zu viele Texte schmieren lediglich den Bossen und Marketingmanagern Honig um den Bart. Dass dieses Blabla austauschbar ist und von den Lesern kaum wahrgenommen wird, ist Alltagswirklichkeit im Web. Dass Informationstransfer, Lesbarkeit, Glaubwürdigkeit und Authentizität Schlüsselfaktoren für den Erfolg im Web sind, will in ganz viele Köpfe einfach nicht rein.«
Wer meine Gedanken und Artikel über Content Usability kennt oder mag, wollte mir vielleicht schon immer mal ein paar Fragen dazu stellen. Bernd Röthlingshöfer hat dies in der aktuellen Ausgabe von more brains getan. Im Interview mit mir fragt er unter anderem, warum Content Usability wichtig ist, was insbesondere Texter dafür tun können und was das alles mit guter Suchmaschinenoptimierung zu tun hat. Wer mich kennt, weiß, dass Content Usability mein Lieblingsthema ist. Über Gedanken und Diskussionen freue ich mich daher sehr!
12.08.2003
Abenteuer Flugbuchung II
Gedanken zur Registrierung bei Lufthansa und Germania
Es geht mal wieder nach Zürich. Für Flüge nach Zürich ist für mich eigentlich Lufthansa die erste Wahl; zwar ein wenig teurer, aber dafür kann ich länger schlafen und bin auch wieder früher zurück in Berlin. Trotz der letzten zermürbenden Erfahrungen wollte ich es nochmal mit der relaunchten Onlinebuchung versuchen.
Weiterlesen: Abenteuer Flugbuchung II.
11.08.2003
Corporate Websites
Werbeagenturen sind keine Webagenturen
Kundenzitat: »Die Website sollte zunächst in unsere Kommunikationsstrategie integriert werden. Als unser Marketing erkannt hat, dass Mitbewerber ihre Websites sehr effizient als Werkzeug einsetzen, war es schon zu spät. Aber außerhalb des Webs gehören wir zu den Marktführern!«
Kleiner Tipp aus der Praxis. Jenseits klassischer Medien haben klassische Werbeagenturen nicht viel zu suchen. Werbeagenturen machen Werbung, davon verstehen sie, wenn sie gut sind, furchtbar viel. Möchte man sie in die Webarbeit einbinden, sollte man darauf achten, sie maximal in marketingstrategischen Fragen hinzuzuziehen. In der Konzeption, im Design, im Text und vor allem in der Frage, was Besucher wirklich wollen, sollte man sie tunlichst außen vor lassen – und wenn das nicht klappt: einfach ignorieren.
Wer immer noch nicht verstanden hat, dass das Internet kein TV-Kanal ist und Kommunikation im Web nicht so funktioniert wie außerhalb, dem kann nur bedingt geholfen werden. Aus dieser Nichtachtung kommunikativer Unterschiede heraus resultiert gewöhnlich völlig unbrauchbarer, überteuerter Datenmüll. Diesen Schrott euphemistisch »Corporate Website« zu nennen, rettet leider auch nicht aus dem Dilemma, liebe Werber.
Mehr dazu in diesem Weblog in wenigen Wochen. Watch out!
07.08.2003
Bader: Hallo auf Wiedersehen
ARGH! THE DAILY ERROR
Usability-Inside-Leser Frank Jesse aus Dresden lotste mich per E-Mail zur Website vom Pforzheimer Großversandhaus Bader (die mit dem Bader-Katalog, die mit den Goldeffekten im Schriftzug: Mode. Wohnen. Leben.). Der goldene Schriftzug und die aufblinkenden Silbersternchen sollen edle Wertigkeit suggerieren, was ihnen jedoch aufgrund der billigen gestalterischen und inhaltlichen Anmutung (»50% Spar-Tipps 50% Hier bis über 50% sparen!«) nicht einmal annähernd gelingen mag. Da hilft es auch nicht, registrierte User als »Login-Inhaber« zu bezeichnen (grandioses Naming; dahinter wartet sicher der Schlüsselwächter auf den Login-Inhaber und beide genießen dann gemeinsam Bader-Vorteile). Man fragt sich: Wer ist für so etwas verantwortlich? Das ist wieder so eine Website, die selbst bei bestem Willen nicht richtig funktioniert – man greift dann doch wieder zum Katalog, und der nette Callcenter-Stud... äh: Agent mit dem dunklen Timbre in der Stimme wird verständnisvoll trösten: Ja ja, das Internet. Es ist noch nicht soweit. Geld kann man dort nicht verdienen. Was kann ich für Sie tun?
Weiterlesen: Bader: Hallo auf Wiedersehen.
05.08.2003
Kreative Suchmaschinen-Optimierung
Verbrannte Gästebücher
Guestbook-Spamming Galore: Was ein Suchmaschinen-Optimierer (SEO) so alles im Laufe seines Arbeitstages entdeckt, geht auf keine Kuhhaut – äh, Pixel: 1.500 Links in einem (!) Gästebucheintrag, 13.600 ausgehende Links auf einer 1,7 MB dicken, einzelnen Seite. Bitte nicht zuhause nachmachen. Und wer HTML zulässt: Immer mal die Links prüfen. (Für Birthe: Gerald ist übrigens der Mensch, der schon seit Ewigkeiten mit den Keywords Suchmaschinen Optimierung auf Platz 1 bei Google ist. ;-)
04.08.2003
Usability: Eine Diplomarbeit
Usability im WWW: Redesign eines Webauftritts mit Hilfe von Usability Testing
Usability ist in der Praxis eine überaus spannende Angelegenheit. Theoretisch kann sie jedoch manchmal sehr trocken daherkommen, vor allem wenn sie zum Thema einer Diplomarbeit wird. Es gibt aber auch erfrischende Diplomarbeiten über Usability, und eine solche (seine eigene) hat mir Usability-Inside-Leser Nils Römeling geschickt: »Usability im WWW. Redesign eines Webauftritts mit Hilfe von Usability Testing.«
Es gibt zwar drei Leseproben auf seiner Website, aber wer sich für Usability in ihrer praktischen Anwendung interessiert, für den sind die 10 Euro, die das komplette Werk kostet, eine mehr als lohnenswerte Investition. Besonders Webworker und kleine Unternehmen werden von der Arbeit profitieren können, da sie den Gedanken des Discount Usability Engineering aufgreift und anschaulich erklärt, wie man seine eigene Website auf Kriterien der Benutzerfreundlichkeit überprüft und optimiert.
Weiterlesen: Usability: Eine Diplomarbeit.
01.08.2003
Word HTML
Kann Word eigentlich überhaupt etwas?
Gerade per E-Mail reingekommen: kleine ordinäre Tabelle in HTML zur Veröffentlichung auf einer Website. Die Tabelle hat nur fünf Spalten und 25 Reihen schwarz auf weiß. Beim Upload gewundert, warum die Datei so groß ist. In den Sourcecode geschaut. Aus dem Staunen nicht mehr rausgekommen: 36 (!) Bildschirmseiten Quelltext. Das kommt davon, wenn man in Microsoft Word eine Tabelle anlegt und sie anschließend als HTML abspeichert. Die Datei in Dreamweaver MX von Word-HTML säubern lassen:
- 4 Meta-Tags entfernt
- 101 Word XML-Instanzen entfernt
- 120 Word [if...]'s entfernt
- 60 leere Paragraphs entfernt
- 89 Margin-Defines entfernt
- 121 unbenötigte Inline-CSS entfernt
- 475 Word "mso"-Styles entfernt
- 170 Inline-Tabellen-CSS entfernt oder in HTML konvertiert
- 1 ungebrauchte CSS-Style-Definition entfernt
- Hintergrundfarbe auf #FFFFFF gesetzt
The first Microsoft product that doesn't suck will be a vacuum cleaner.
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